Ausland

McChrystals Abgang im schlimmsten Monat für Afghanistan-Truppen

Aktualisiert am 24.06.2010

Noch nie seit Beginn des Einsatzes Ende 2001 sind im Krieg am Hindukusch so viele Soldaten der Alliierten gefallen, wie in diesem Juni.

Für die Krieger in Afghanistan lauert überall der Gegner: Ein Verletzter Marine wird am 25. August 2009 nach einem Anschlag im Bargematal abtransportiert.

Für die Krieger in Afghanistan lauert überall der Gegner: Ein Verletzter Marine wird am 25. August 2009 nach einem Anschlag im Bargematal abtransportiert.
Bild: Keystone

Das britische Verteidigungsministerium erklärte am Donnerstag, vier britische Soldaten seien in der afghanischen Provinz Helmand bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Wie aus einer inoffiziellen Statistik der Nachrichtenagentur AP hervorgeht, sind damit im Juni dieses Jahres bereits 80 Nato-Soldaten ums Leben gekommen.

Bislang war der Juli 2009 mit 75 getöteten Soldaten für die ausländischen Truppen der blutigste Monat. Der bisher verlustreichste Monat für das deutsche ISAF-Kontingent war mit sieben Toten der April dieses Jahres.

General entlassen

Der erschütternde Spitzenwert fällt mit dem Abgang des Oberbefehlshabers der alliierten Afghanistan-Truppen, Stanley McChrystal zusammen. Der Viersterne-General wurde gestern von Barack Obama entlassen, weil er sich in einem Medien-Bericht abschätzig über die politische Führung in Washington geäussert hatte.

In der Provinz Urusgan wurden am Donnerstag acht afghanische Bauarbeiter bei einem Anschlag getötet. Das Innenministerium erklärte, die Arbeiter seien in einem Fahrzeug unterwegs gewesen, das von einer ferngezündeten Bombe zerstört worden sei. Keiner der Insassen überlebte. Zu dem Anschlag bekannte sich niemand. (cpm/dapd)

Erstellt: 24.06.2010, 14:53 Uhr

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