Menschenrechtler: 2000 Personen im Iran nach Protesten in Haft

Die Internationale Föderation der Menschenrechtsligen schlägt Alarm: Sie hat Informationen von iranischen Familien zusammengetragen, von denen Mitglieder sich an den Protesten beteiligten.

Brutale Szenen in Teheran: Nach FIDH-Angaben hat die Polizei viele Demonstranten festgenommen.

Brutale Szenen in Teheran: Nach FIDH-Angaben hat die Polizei viele Demonstranten festgenommen.
Bild: Reuters

Demnach seien 2000 Menschen in Haft, Hunderte würden zudem vermisst. Das erklärte die Internationale Föderation der Menschenrechtsligen (FIDH) am Sonntag in Paris.

FIDH-Vizepräsident Karim Lahidschi, der zugleich Präsident der iranischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte ist, berief sich dabei auf «unabhängige Informationen» vor allem aus den betroffenen Familien.

Aus Protest gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni waren in Teheran in den vergangenen Wochen zunächst zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen. Nach den blutigen Zusammenstössen vor einer Woche waren die Demonstrationen von den iranischen Sicherheitskräften aber im Keim erstickt worden. (cpm/sda)

Erstellt: 28.06.2009, 16:52 Uhr


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