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Neue Strompanne: Halb Indien ohne Saft
Rund 600 Millionen Inder leben zurzeit ohne Strom. Eine Notmassnahme verschlimmerte die Lage zusätzlich. Die Politiker verschiedener Landesteile schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Mehr...
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46 Kommentare
Indien setzt auf sehr neue hocheffiziente (WG bis 50%) Kohlekraftwerke, deren Turbinen z.T. aus der Schweiz (Alstom) kommen. In Anbetracht der grossen künftigen indischen Kraftwerkszahlen tut die CH damit mehr fürs WeltKlima, als wenn sie selbst ihr gutes Wasser-Atomverhältnis aus purer Hysterie aufgibt und dafür 3 GW (!) an Gaskraftwerken statt Atom hier einführt und ein falsches Beispiel gibt. Antworten
wenn viele unterschiedliche länder wie indien,deutschland als renaissance "wieder"auf kohle und atom setzen,hat das den einfachsten grund:sie ziehen alte plaene aus den schubladen, diese freisetzung von energie mit netzeinspeisung ist falsch,schlicht unnoetig und verboten, wahrscheinlich bedanken sich auch eisbaeren und pinguine.meine argumente lassen sonst das klima ausser betracht. Antworten
@Marti
Nein, die Kohlekraftwerke, welche in D im Bau sind, sind sicher keine alte Pläne aus den Schubladen.
Denn es handelt sich um neuste und modernste, sog. superkritische Anlagen mit Wirkungsgraden von z.T. 45% und mehr, welche übrigens auch alte, massiv ineffizientere Kohlekraftwerke ersetzen.
Ob Indien, die CH oder D: Immer noch verstehen zu wenige, dass die regenerative Stromerzeugung - so wie es D ja NUN klar zeigt - unerschwinglich ist, falls sie nicht MASSIV subventioniert wird. Sonnenlicht und Wind ist "umsonst". Aber die Megainvestition in diese äusserst material-, arbeits-, instandhaltungs- und flächenintensiven Produktionsinstallationenen haben eine sehr schlechte Rentabilität Antworten
die probleme der solarenergie in d liegen in der dilettantenhaften einspeisung in ein vorbestehendes netz und in der verwendung veralter geraete.es fehlt ein gesamtkonzept fuer eine optimale verwendung der energie.es wird ans geld gehen.aber auch atomstrom ist nicht billig.in californien und mexico habe ich sicher und immer licht und zugang zum internet,auch beim haeufigen netzausfall
"0Für die dritte Welt und die Schwellenländer (60% der Weltbevölkerung) ist superteurer Wind- und Solarstrom nicht zahlbar. Die Welt läuft zu 80% auf fossiler Energie. Die Zeiten des Kohle- und Schiefergasstroms (und des Atomstroms) sind erst am Kommen."alles falsch.die bevoelkerung der dritten welt hat guenstigste vorausetzungen fuer solarstrom: winkelfunktion d. geogr breite mal solare konstante Antworten
@Marti
Nein, leider nicht alles falsch. Gute Voraussetzungen zu haben heisst nicht automatisch, sie auch zu nützen.
Schätzungen gehen davon aus, dass die nicht-OECD Länder in Asien ihre fossile Erzeugungskapazität in den nächsten 10 Jahren um mehr als 500 GW ausbauen werden. Wind und PV werden auch steigen, absolut gesehen aber nur marginal.
Indien setzt in der Zukunft hinsichtlich der grösseren Städte auf nahe gelegene AKWs und Kohlekraftwerke. Es werden dabei dezentralisierte kleinere AKW-Module mit 200-300MW zum Einsatz kommen. Erneuerbare Stromquellen sind aufgrund ihrer geringen Leistungsdichte für Indien zu teuer und nicht anwendbar. Antworten
@Wetter
Berechnen sie doch mal, wieviel Strom sie aus dem menschlichen Mist produzieren könnten. Pro kg organisches Material gewinnt beispielsweise Kompogas ein Energieequivalent ca. 0.07 l Oel.
Und dann bitte den für dezentrale Anlagen üblichen Umwandlungswirkungsgrad von ca 1/3 verwenden (zentral, im GuD: 60%).
@Rebholz: Wie Sie wissen, machen nicht nur Tiere sondern auch Menschen Mist. In den Städten leben viele Menschen. Auch organische Abfälle fallen dort in grossen Mengen an. Ins Netz muss sowieso investiert werden, eher als in grosse zentrale Energieerzeuger. Auch muss was gegen Energieverschwendung getan werden
@Wetter
schon mal daran gedacht, das Biogas vor allem auf dem Land anfällt, der Strom aber vor allem in den Städten gebraucht wird? Da hat eine dezentrale Produktion wenig Vorteile. Ein Netz brauchen sie trotzdem. Und wenn dieses viel zu leistungschwach ist, nützt ihn die beste Produktion nichts. Sie bringen den Strom nicht vom Produzenten zum Verbraucher.
auch atomstrom schuetzt vor solchen vorkommnissen ueberhaupt nicht! richtig konzipierte dezentrale stromversorgung mit hohem solar-und windanteil dagegen schon eher.die frage ist nur, wie man sich in zukunft gekonnt einrichtet aber nicht mit der elektrizitaetslehre noch aus der mitte des 19.jahrhunderts und den geraeten und installationen von edison, westinghouse,gebrueder siemens.. Antworten
es geht um die richtige verwendung.eine empfehlung des solarstrom bedeutet nicht,dass man alles andere abschaffen will,besonders nicht die wasserkraftwerke.es geht letztendlich darum,die wirkungen der bisherigen atomstrom moeglichst mit neuen optimierten geraeten zu ersetzen,nicht die kwh.man kann ein zimmer gleich gut beleuchten mit viel weniger kw,wenn man lokalen solarstrom einsetzt.
@Marti
Ich fürchte fast, sie wissen nicht ganz, was gesicherte Leistung bedeutet.
Es geht um den zuverlässigen Beitrag einer (jeder!) Produktionsform zur Gesamtproduktion. Bsp: PV bringt nachts Leistung 0. Auch wann sonst immer zuverlässig 100% Sonnenleistung wäre (was völlig illusorisch ist), jahrein, jahraus, kämen sie auf max. 50%. Mit gekonnter Installation hat das gar nichts zu tun
@Marti
kennen sie den Begriff der gesicherten Leistung?
Für eine zuverlässige Stromversorgung kann man bei ein konv. Kraftwerk mit einer gesicherten Leistung von 85 - 95% rechnen. Bei Wind mit 10% bei PV mit 1%. Und für den Rest müssen sie eine Reserve haben, sonst wird es früher oder später dunkel.
-> Wind und PV sorgen überhaupt nicht automatisch für eine hohe Versorgungsicherheit!
gesicherte bandenergie: man wird die idee verlassen: jedermann kann jederzeit jede menge strom konsumieren."gesicherte Leistung von 85 - 95% rechnen. Bei Wind mit 10% bei PV mit 1%..." diese zahlen sind uebrigens schlicht falsch.bei gekonnten installationen gibt es keine dunkelheit, aber vielleicht mal erkaltete hochoefen.
Würde mich echt freuen, wenn möglichst viele CH- und sonstige Unternehmen, die ihre IT/etc nach Indien outgesourced haben implizit ebenfalls ohne Saft dastehen würden. Hoffentlich trifft uns mal der Boumerang bezüglich des "Kostensparens". Als nächster Kandidat wäre dann das geografische Gebiet Osteuropa dran. Bitte alles in Massen ansonsten zu grosse Abhängigkeiten und somit Verlust d. Selbständi Antworten
@Lenz
Ich finde es schon etwas befremdend, wenn sie der Konkurrenz möglichst Probleme wünschen um sie zu schlagen, statt sie mit eigener Leistung (Produktivität, Qualität, Flexibilität,...) übertrumpfen zu wollen.
die erfolgreichen outsorced unternehmen nach indien organisieren sich eben neben dem sanitaetsdienst auch noch die energie - versorgung selber..seit mindestens 2000 jahren machen uns die tamilen in der mathematik was vor,lerne von ihnen! dort waschen sie nicht geschirr in restaurants,spitzen haerdopfel und ruebli!
Um das etwas realistischer anzusehen: Heute wurde gegen Mittag etwa 75GW E-Produktionsleistung in D erbracht. Davon hat Photovoltaik ca. 16 GW (von 28 install. GWp) und der Wind hat nur max. schlappe 3GW (von 30GW !!! installiert) geleistet. Der Rest, ca. 56 GW wurde vorallem von Braunkohlekraftwerken und Atomkraftwerken geleistet. In den letzten Tagen brach D-Windstrom sogar bis auf 0,5GW ein. Antworten
An B. Marti. Es ist uns völlig neu, dass es eine "moderne Elektrizitäts- und Wärmelehre" gibt. :-) Die physischen und chemischen Prozesse und Lehren sind immer die selben. In Sache Produktion, Transport, Verteilung und Verbrauch hat es sich in den letzten Jahrzehnten nicht vieles geändert. P=UI gilt immer noch. Es ist nicht nötig, wieder das Rad oder das warme Wasser zu erfinden.
im einem neuen konzept der energieversorgung gehoeren alle diese zahlen und hochrechnungen in den papierkorb.empfehle dringendst unterricht in moderner elektrizitaets-und waermelehre,mit abschlussexamen, die kernphysik duerfen sie sogar noch lange weglassen.
Es ist immer wieder erstaunlich welchen Unsinn die Atomlobby in Form von M.B. zu jeglichem Energiethema hier verbreiten kann. Zum Glück kann sich der interessierte Leser aber eine eigene, objektive Meinung bilden.Paranoides:"die Lichter gehen aus ohne Atomstrom" hatten wir bereits in den 60er Jahren und durch ewiges Wiederholen werden die Dinge auch nicht wahrer. Antworten
@Müller: Unfug, den Sie da schreiben: CH-Endlagerung wird von Ihnen und mir mit 1,2 Rp/kWh im Strompreis enthalten, laufend vor-bezahlt. Da wird seit jeher mit den bestehenden AKW ein Stillegungs-, Rückbau- und Entsorgungsfond aufgebaut, der im 2-stelligen Mrd.-Bereich liegt und die kommenden Generationen bereits heute entlastet. Es gibt kaum sonst einen Bereich, der das besser macht als AKWs
Liebe Frau Baumann, wenn die bewachte Endlagerung kapitalisiert werden müsste, dann wäre Ihr schöner Atomstrom wohl eher bei 100 CHF pro KW.
Aber so lange man die Entsorgung einfach den kommenden Generationen vor die Füsse werfen darf, ist die Atomenergie ganz praktisch günstig.
@Brause: Richtig: Die dinge die wahr sind bleiben wahr. Und à propos Paranoides: In D können bereits 600'000 Haushalte ihren Strom nicht mehr zahlen. Dort gehen die Lichter aus, wenn nicht Nachbarschaftshilfe via Stromkabel geschieht. Da braucht es keine Wiederholung der Argumente.
ein mir nahe stehendes unternehmen in californien beschaeftigt in indien tamilen mit programmierarbeiten,billig,ein grosser stromanteil kommt aus lokalen chinesischen panels und batterien,auch noch 2 stunden nach dem schnellen sonnenuntergang.die klimatisation des arbeitsplatzes ist anders aufgebaut als in ca, allenthalben heisst die loesung: nicht gegen physik und mathematik,aber gewusst wie!
Naja, die USA haben auch Stromversorgungsprobleme, und wie weit ihre Software auf der ganzen Welt verbreitet ist, wissen wir.
Mal sehen, wie sich bei uns Politiker den schwarzen Peter zuschieben, wenn künftig wegen tiefeingreifender, instabilisierender grüner Stromexperimente dann die ersten Blackouts von mehreren Stunden eintreten. Interessant wird ja die Situation in D demnächst. Wir kriegen noch genügend Gelegenheit die Absurditäten im "Stromexperimentierkasten Deutschland" zu verfolgen, wo ja derzeit gar nichts geht. Antworten
Als wir in Indien wohnten, wurde jeweils am letzten Tag des Monats der Strom in unserem Wohngebiet für mehrere Stunden ausgeschaltet. Angeblicher Grund: Unterhaltsarbeiten am Netz. Trotzdem hatten wir täglich zahlreiche Stromausfälle. Ohne Notstromaggregat hätte der Inhalt der Gefriertruhe zweimal wöchentlich ersetzt werden müssen. Fünf Jahre später hat sich offenbar nichts geändert. Antworten
unsere dortigen tamilischen programmierer arbeiten in india ueberwiegend mit eigenem solarstrom aus chinesischen panels , haben am arbeitsplatz ausfall nur marginal zum spueren bekommen.einmal mehr: die stromversorgung muss weltweit neu konzipiert werden,ueberhaupt keine utopien,nichts gegen die naturgesetze.
Offensichtlich doch, es ist noch schwieriger geworden.Da haben wir ja auch in der Schweiz eine sehr unsichere Zukunft vor uns.
Auch hier zeigt sich, dass Probleme nicht alleine dadurch geloest werden koennen, indem tausende von 'Beamten' eingestellt (und bezahlt) werden, denen jedes Verstaendnis fehlt, die aber jeden Monat trotsdem fuer ihre 'Leistungen' entloehnt werden. Antworten
Ja, Strom ist eben ein Lebenselexir, das auch von den evolvierenden Gesellschaften der sog. Schwellenländer vermehrt gebraucht wird. Indien setzt klar auf Kernenergie in der Zukunft. Eine kleine Lektion für die, die gerne wissen möchten, wohin unsere Stromzukunft führt, falls idealistische Phantasien einer "CH-Energiewende" über physikalische und marktwirtschaftliche Machbarkeiten gestellt werden. Antworten
ja,lebenselixier. die stromzukunft kann keineswegs gegen physikalische machbarkeiten gerichtet sein,aber vieles muss man in zukunft anders machen als unsere grossvaeter.der mir nahe stehende betrieb in indien californischer herkunft hat sehr einen hohen anteil solarstrom,der wirklich funktioniert und wartet nicht auf die " in zukunft gesetzte Kernenergie." die"kleine Lektion" fiel anders aus,maria
@Fankhauser
Freuen sie sich nicht zu früh über einen gewissen Anteil erneuerbaren Energien. Denn gerade in dieser Weltgegend wird in den nächsten Jahren massivst die fossile Kraftwerkskapazität ausgebaut. Erneuerbare Energien werden dort weiterhin einen sehr bescheidenen Anteil haben und fernab von dem sein, was in Europa (oder auch den USA) installiert sein wird.
@ Fankhauser: Einverstanden. Pläne gibt es in Indien und China. Die realisieren auch bestimmte Testprojekte. Aber der Unterschied zu uns ist die fehlende polit. Polarisierung. Die bleiben eben vernünftig: Regenerativstrom existiert dort selbstverständlich neben Kohle- und Atomstrom. An allem wird weitergeforscht, weiterentwickelt. Dort gibt es kein "Entweder - Oder" sondern ein "Sowohl-als-auch".
Frau Baumann, schauen Sie einfach die Pläne der indischen Regierung bez. erneuerbare Energien an, und wie werden staunen...
@Tom Müller: Erzählen Sie doch keinen Unsinn: Für die dritte Welt und die Schwellenländer (60% der Weltbevölkerung) ist superteurer Wind- und Solarstrom nicht zahlbar. Die Welt läuft zu 80% auf fossiler Energie. Die Zeiten des Kohle- und Schiefergasstroms (und des Atomstroms) sind erst am Kommen. Marktwirtschaftlich ist das ganze auch bei uns nicht mehr zu machen-> die Euro Krise kostet 1 Billion.
@Müller
Ganz genau, deshalb haben die Japaner einfach hunderte stillgelegte Kohle- Gas- und Ölkraftwerke wieder angefahren. Das gibt bestimmt ne Spitzenluft.
@Baumann: Tja Indien setzt auf Atomenergie, nur kostet die einen Haufen und die nötigen Fachleute wachsen nicht auf den Bäumen. Und die Inder pfeifen auf Umweltschutz und Energiewende, trotzdem gibts Blackouts. Vielleicht sollten sie doch mal unsere Konzepte prüfen
Aber ich verstehe Sie schon: Man soll jede Gelegenheit nutzen um für die geliebte Atomenergie zu lobbyiere
Sie wollen doch nicht ernsthaft das Schwellenland Indien mit der Schweiz vergleichen. Die Energiewende ist bei uns zudem sowohl technisch als auch marktwirtschaftlich mach- sowie realisierbar. Da können Atomfans noch tausend mal das Gegenteil behaupten! Die Zeiten von billiger, nicht nachhaltiger Energie sind definitiv vorbei! Das haben unterdessen sogar die Japaner geschnallt.
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