Ausland

Nord- und Südkorea warnen vor Krieg

Aktualisiert am 24.01.2010

Das nordkoreanische Militär hat Pläne Südkoreas für einen militärischen Erstschlag bei einem eventuell drohenden Atomangriff als «offene Kriegserklärung» bezeichnet.

Südkoreanische Soldaten bereiten sich auf einen Angriff aus dem Norden vor: Militärmanöver in Yeoju-gun vom 16. Dezemeber 2009.

Südkoreanische Soldaten bereiten sich auf einen Angriff aus dem Norden vor: Militärmanöver in Yeoju-gun vom 16. Dezemeber 2009.
Bild: Keystone

Die Kriegsrhetorik zwischen Nord- und Südkorea hat sich weiter verschärft: Nach der Warnung aus Seoul vor einem Präventionsschlag gegen einen drohenden Atomangriff erklärte der Generalstab in Pyongyang, dies würde als Beginn eines Krieges betrachtet. «Unsere revolutionären Streitkräfte werden das Szenario eines 'Präventionsschlags', das die südkoreanischen Marionettenbehörden als 'Staatspolitik' angenommen haben, als eine offene Kriegserklärung betrachten», hiess es in einer Erklärung des Generalstabs, die von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Dies würde Angriffe auf zentrale Ziele im Süden nach sich ziehen.

In der vergangenen Woche hatte der südkoreanische Verteidigungsminister Kim Tae Young erklärt, dass der Süden einen Präventionsschlag starten sollte, wenn es klare Anzeichen für die Vorbereitung eines nordkoreanischen Angriffs mit Atomwaffen gebe. (bru/ddp)

Erstellt: 24.01.2010, 09:10 Uhr

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