Ausland
Nordkorea öffnet Grenze einen Spalt weit
Familienzusammenführungen könnten wieder aufgenommen werden und Touristen aus dem Süden sollten wieder in die nordkoreanische Ferienanlage im Diamant-Gebirge und zu den antiken Stätten von Kaesong unmittelbar nördlich der Grenze reisen dürfen, berichtet die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
Demnach wurde eine entsprechende Vereinbarung mit der Hyundai-Gruppe getroffen, dem wichtigsten südkoreanischen Investor im Land. Beide symbolischen Versöhnungsprogramme waren inmitten wachsender Spannungen nach dem Amtsantritt des konservativen südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak im Februar vergangenen Jahres ausgesetzt worden.
Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium sprach am Montag von einer positiven Entwicklung. Die Regierung werde sich nun um den Abschluss der Abkommen kümmern, die eine Wiederaufnahme des Tourismus' ermöglichten. Hyundai-Chefin Hyun Jeong Eun war am Montag vergangener Woche nach Nordkorea gereist. Am Sonntag traf sie zu einem vierstündigen Gespräch mit Machthaber Kim Jong-il zusammen.
Die Reisen nach Südkorea, die ebenfalls vom Industrie-Konglomerat Hyundai durchgeführt werden, waren im vergangenen Juli ausgesetzt worden, nachdem ein nordkoreanischer Soldat eine südkoreanische Urlauberin am Strand erschossen hatte. Sie hatte sich angeblich einem militärischen Sperrgebiet genähert. Kim Jong-il habe ihr zugesichert, dass so etwas «nie wieder passieren» werde, sagte Hyun. Kim habe sie gebeten, von allen Problemen zu berichten. «Ich habe ihm alles gesagt und er hat alle gelöst», sagte Hyun nach ihrer Rückkehr in den Süden. Hyundai Asan hat durch die Aussetzung der Reisen nach eigenen Angaben etwa 130 Millionen Dollar verloren.
Industrieprojekte für Nordkorea entscheidend
Hyundai spielt eine Schlüsselrolle bei den gemeinsamen innerkoreanischen Industrieprojekten, die seit gut einem Jahr ins Stocken geraten sind und für das bitterarme Nordkorea eine wichtige Einnahmequelle sind. Im Industriezentrum Kaesong gibt es rund 110 von Südkoreanern betriebene Unternehmen, die insgesamt rund 40'000 Nordkoreaner beschäftigen. Die zuletzt auferlegten Beschränkungen des Grenzverkehrs sollten aufgehoben werden, kündigte der Norden nun laut KCNA an. Das Industriezentrum solle weiter ausgebaut werden.
Wegen eines gemeinsamen Manövers Südkoreas und der USA versetzte Pyongyang seine Truppen unterdessen in erhöhte Alarmbereitschaft. In einer von KCNA verbreiteten Erklärung hiess es, der Norden werde auf die geringste militärische Provokation gnadenlos reagieren. Seoul und Washington haben erklärt, das Manöver sei rein defensiver Natur. (bru/ap)
Erstellt: 17.08.2009, 12:44 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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