Ausland
Pakistanische Atomwaffen: CIA weiss nicht, wo sie sind
Aktualisiert am 20.05.2009 7 Kommentare
Verlässt sich auf die Pakistaner: CIA-Chef Leon Panetta. (Bild: Keystone)
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«Offen gestanden haben wir nicht von allen Standorten Kenntnis», sagt CIA-Chef Leon Panetta im Exklusiv-Interview mit «Welt»-Online auf die Frage, ob er die pakistanischen Atomwaffen für sicher halte, um zu ergänzen «wir sind darum bemüht, sie zu lokalisieren».
Dabei verlassen sich die Amerikaner offenbar auf die Regierung in Islamabad: «Derzeit sind wir zuversichtlich, dass die Pakistaner eine ziemlich sichere Methode haben, um zu versuchen, diese Waffen zu schützen. Wir werden das weiter sehr genau beobachten.»
Das tönt ziemlich unsicher, nachdem in den letzten Monaten aus Washington immer wieder signalisiert wurde, im Notfall – will heissen, wenn die Taliban in Pakistan die Macht übernehmen würden – werde man intervenieren. Der CIA-Chef sagt dem heute so: «Das Letzte, was wir wollen, ist, dass die Taliban eines Tages Zugriff auf Pakistans Atomwaffen haben.»
Greift Israel den Iran an?
Im Übrigen äussert sich Panetta zum Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und dem Iran. Er glaubt nicht, dass Israel im Alleingang den Iran wegen dessen Atomprogramm angreifen werde. «Die Israelis sind wegen des Irans offenkundig besorgt. Doch Netanyahu ist klar, dass ein israelischer Alleingang grosse Probleme verursachen würde. Er weiss, dass um der Sicherheit Israels willen eine Zusammenarbeit mit anderen notwendig ist», so Panetta.
Laut dem obersten US-Auslandsspion hat der Iran sein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen unterbrochen, hält sich aber die Option, einsatzfähige Atomwaffen zu entwickeln, offen. «Das iranische Atomprogramm an sich beunruhigt uns sehr. Aber darüber hinaus auch das reale Risiko, dass, wenn der Iran Atommacht wird, andere Länder der Region versucht sein werden, es ihm gleichzutun. Das Letzte, was wir im Nahen Osten gebrauchen könnten, wäre ein nukleares Wettrüsten.»
Die schwierige Iran-Mission
Panetta sagt weiter: «Die Erkundung der iranischen Absichten hat deshalb oberste Priorität. Nachrichtendienstlich ist das kein einfaches Ziel. Hauptsächlich konzentrieren wir uns darauf, ein genaues Bild ihrer Fähigkeiten zu bekommen.» (cpm)
Erstellt: 20.05.2009, 10:17 Uhr
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7 Kommentare
Schon wirklich tragisch. Da kümmert sich Obama um Global Warming und kriegt eines Tages noch eine richtig "warme" Bombe zum Frühstück serviert. Leider ist es wie so oft nicht eine Frage ob sondern nur wann so was schreckliches passiert. Das Risiko eines Nuklearangriffes oder -unfalls ist ja schon seit vielen Jahren vorhanden. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




