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Iranische Polizei vertreibt Moussavi von Nedas Grab

Die iranische Polizei ist am Donnerstag gewaltsam gegen eine Trauerfeier für ums Leben gekommene Demonstranten vorgegangen. Moussavi wurde gezwungen, den Friedhof sofort wieder zu verlassen.

Oppositionsführer Mir Hussein Moussavi wurde von den Sicherheitskräften gezwungen, den Friedhof im Süden der Hauptstadt Teheran zu verlassen. Das berichteten Augenzeugen. Zudem wurden mehrere Teilnehmer der Zeremonie festgenommen.

Moussavi und der Oppositionspolitiker Mehdi Karubi wollten die Gräber der Demonstranten besuchen, die bei den Protesten gegen den Ausgang der Präsidentenwahl vom 12. Juni getötet wurden. Vor Beginn der Veranstaltung am Donnerstag war die Polizei mit Knüppeln gegen rund 500 Menschen vorgegangen, die sich an dem Friedhof versammelt hatten.

Wieder in sein Auto geführt

Wie Augenzeugen berichteten, gelang es Moussavi, aus seinem Auto auszusteigen und bis zu dem Grab der Studentin Neda Agha-Soltan zu gehen, die bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad erschossen wurde.

Nach wenigen Augenblicken wurde Moussavi von Polizisten umstellt und wieder in sein Auto geführt. Nachdem die Sicherheitskräfte Demonstranten vertrieben hatte, die den Wagen umringten, fuhr der Oppositionspolitiker davon. (sam/sda/)

Erstellt: 30.07.2009, 16:17 Uhr

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3 Kommentare

Gerhard Keller

30.07.2009, 20:31 Uhr
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Es ist mehr politischer Sprengstoff in diesem Land als wir nur ahnen können. Eine Revolution ist durchaus möglich da keine basisdemokratischen Prozesse zugelassen werden. Der Iran ist nicht nur was sein Atomprogramm angeht ein Zünglein an einer sehr instabilen regionalen Waage. Antworten


Martin Uhr

30.07.2009, 18:21 Uhr
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Einfach nur traurig, was da im Iran geschieht. Schade dass unsere Bundesräte Calmy-Rey und Merz wirtschaftlichen Vorteilen mehr Gewicht schenken als dem Einsatz für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten. Wer mit einem solchen Regime Geschäfte macht, trägt eine Mitverantwortung am Leid, dass dieses den Frauen und der Zivilbevölkerung im allgemeinen beifügt! Antworten


Benjamin Bähler

30.07.2009, 16:25 Uhr
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Ich wünsche dem iranischen Volk viel Mut und Weisheit auf ihrem Weg zu mehr Freiheit und einer echten Demokratie. Nicht die ganze Welt schaut weg! Antworten



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