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Polizisten geben angeblich Vertuschung von Mord an Briten zu

Aktualisiert am 10.08.2012

Nach dem Giftmord-Prozess gegen die Frau des in Ungnade gefallenen chinesischen Spitzenpolitikers Bo Xilai stehen vier Polizisten vor Gericht – sie gaben laut dem Gericht eine Verwicklung in das Verbrechen zu.

Bühne eines der wichtigsten Prozesse der jüngeren chinesischen Geschichte: Der Volksgerichtshof in Hefei. (10. August 2012)
Bild: AFP

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Unter Anklage: Gu Kailai

Unter Anklage: Gu Kailai
Die Ehefrau des entmachteten Spitzenpolitikers Bo Xilai wird beschuldigt, einen britischen Geschäftsmann umgebracht zu haben. Das Gericht verhängte eine bedingte Todesstrafe.

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Vier chinesische Polizisten haben nach Gerichtsangaben bei einer Anhörung eingeräumt, den Mord an einem britischen Geschäftsmann vertuscht zu haben. Ziel sei es gewesen, die Frau des in Ungnade gefallenen Politikers Bo Xilai, Gu Kailai, zu schützen, sagte ein Justizbeamter in der Stadt Hefei.

Die beschuldigten Polizisten gaben demnach zu, einen falschen Bericht zum Tod des Briten Neil Heywood angefertigt und Beweismaterial unterschlagen zu haben. Zudem hätten sie keine Autopsie vorgenommen, sondern die Leiche eingeäschert.

Urteile stehen aus

Ein Urteil soll später fallen. Gu wird vorgeworfen, den britischen Geschäftsmann vergiftet zu haben. Der Prozess gegen Gu war am Donnerstag in einem eintägigen Verfahren über die Bühne gebracht worden, ein Urteil steht aber noch aus. Die Verteidigung Gus hatte der Mordanklage nicht widersprochen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft vergiftete die 53-Jährige den Geschäftsmann nach einem Treffen im November in einem Luxushotel in der Stadt Chongqing. Die vier Polizisten waren alle als Beamte in Chongqing tätig, wo Gus Ehemann Bo Mitte März als Chef der Kommunistischen Partei entlassen worden war.

Vor dem Gerichtsgebäude kam es wegen des Prozesses gegen die Polizisten zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Journalisten, nachdem ein Reporter einem Beamten vorgeworfen hatte, ihn angegriffen zu haben. (ses/rub/AFP)

Erstellt: 10.08.2012, 09:18 Uhr

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