«Prostituierte»: Iranische Medien beleidigen Bruni

Aktualisiert am 30.08.2010 11 Kommentare

Iranische Medien haben die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy scharf kritisiert und sie als «unmoralisch» bezeichnet. Grund: Bruni hatte sich gegen die Steinigung einer Iranerin ausgesprochen.

Carla Bruni-Sarkozy zusammen mit ihrem Ehemann in London am 18.Juni 2010.

Carla Bruni-Sarkozy zusammen mit ihrem Ehemann in London am 18.Juni 2010.
Bild: Keystone

Die regierungsnahe iranische Website www.inn.ir nennt Carla Bruni «unmoralisch». Sie kommentiert damit einen Zeitungsartikel der ultrakonservativen Zeitung «Kayhan», die Bruni am Samstag eine «Prostituierte» genannt hatte. «Die Vorgeschichte zeigt klar, warum diese unmoralische Frau eine wegen Ehebruchs verurteilte Frau unterstützt», hiess es auf der Website.

Die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte sich vergangene Woche in einem offenen Brief für die zum Tode verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani stark gemacht. «Frankreich wird Sie nicht aufgeben», schrieb das ehemalige Model. Neben Bruni-Sarkozy hatten sich zahlreiche Prominente und Politiker auf die Seite der 43-Jährigen gestellt. Die iranische Führung hatte die Vollstreckung des Todesurteils im Juli vorerst ausgesetzt. (bru/AFP)

Erstellt: 30.08.2010, 16:55 Uhr

11

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

11 Kommentare

Abdel Thuma

30.08.2010, 17:21 Uhr
Melden

Dieses »Rechtssystem« ist durch und durch kontaminiert durch den kritiklos hinzunehmenden religiösen Überbau (Scharia), durch die fundamentale Ablehnung individueller Menschenrechte und durch die manifeste Frauenfeindlichkeit, stand gestern in der Zeit. Aber es gibt immer noch die vornehmlich grünen Multikultiakrobaten wie Geri Müller und Daniel Vischer, die Iran für eine gelebte Demokratie halten Antworten


Peter Stoll

30.08.2010, 17:40 Uhr
Melden

Was sich diese Steinzeitmenschen so alles Anmassen. Wie lange müssen wir uns das noch gefallen lassen? Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Ausland

Telefonbuch

Marktplatz

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Bereichsleiter/in HR planova human capital ag, Zürich

Bereichsleiter/in Personal planova human capital ag, Basel

Elektromonteur/in gelernt brefis personal ag, Zürich

bluebanana.ch