Ausland

Scharmützel im Gelben Meer

Aktualisiert am 27.01.2010

Zwischen Nord- und Südkorea hat an der Seegrenze einen Schusswechsel gegeben. Die Lage zwischen den Ländern bleibt angespannt.

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Laut einem Sprecher des südkoreanischen Generalstabs feuerte die nordkoreanische Artillerie am Mittwoch mehrere Geschosse ins Gelbe Meer ab. Die Projektile seien allerdings nördlich der Grenzlinie ins Gelbe Meer niedergegangen. Die südkoreanische Armee habe darauf die Schüsse umgehend erwidert, hiess es.

Die südkoreanischen Streitkräfte befinden sich derzeit in erhöhter Alarmbereitschaft. Nach südkoreanischen Medienberichten hatte Nordkorea am Dienstag ein Gebiet um die Seegrenze zur «Fahrverbotszone» für Schiffe erklärt. Die Berichte hatten Spekulationen ausgelöst, Nordkorea könnte neue Raketentests vorbereiten.

Ein gefährliche Region

Nordkorea erkennt die sogenannte Nördliche Grenzlinie (NLL) vor seiner Westküste nicht an. Die Grenzlinie wurde am Ende des Korea- Kriegs (1950-53) einseitig von den US-geführten Uno-Truppen gezogen. In dem Gebiet kommt es häufig zu Zwischenfällen.

1999 versenkten südkoreanische Kriegsschiffe ein nordkoreanisches Patrouillenboot. 2002 wurden bei einem Schusswechsel zwischen Kriegsschiffen beider Seiten nach Angaben aus Seoul vier südkoreanische Soldaten und 13 Nordkoreaner getötet. Im vergangenen November hatten sich Marineschiffe beider Länder im Grenzgebiet des Gelben Meeres ein weiteres Feuergefecht geliefert.

Kriegszustand nie aufgehoben Offiziell befinden sich das stalinistisch regierte Nordkorea und das kapitalistische Südkorea noch immer in Kriegszustand, weil beide Staaten nach dem Korea-Krieg von 1950 bis 1953 kein Friedensabkommen schlossen. (raa/sda)

Erstellt: 27.01.2010, 07:04 Uhr

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