Ausland
USA liessen Osama Bin Laden laufen
In einem Bericht des Senatsausschusses für internationale Beziehungen wird das Verhalten der damaligen Militärführung in Ostafghanistan scharf kritisiert. Die Untersuchung von Dokumenten und Interviews mit den Beteiligten ergaben, «dass Osama bin Laden in Tora Bora in unserer Reichweite für einen Zugriff war». Weil das Pentagon aber entschieden habe, auf einen massiven Militäreinsatz zu verzichten, habe Bin laden am 16. Dezember 2001 ungehindert die Grenze nach Pakistan überschreiten können.
Es wird dem Bericht zufolge vermutet, dass sich der Führer des Terrornetzwerks al-Qaida auch heute noch in Pakistan versteckt hält. «Die Entscheidungen, die die Tür zu seiner Flucht nach Pakistan öffneten, ermöglichten es Bin Laden, als mächtige Symbolfigur hervorzugehen, die weiterhin einen stetigen Geldfluss anzieht und weltweit Fanatiker inspiriert», erklärt der Bericht. «Eine verpasste Gelegenheit»
Die Gefangennahme oder Tötung von Bin Laden hätte zwar die weltweite extremistische Bedrohung nicht gebannt. Aber «das Versagen, die Aufgabe abzuschliessen, ist eine verpasste Gelegenheit, die für immer den Gang des Konflikts in Afghanistan und die Zukunft des internationalen Terrorismus verändert hat», schlussfolgern die Verfasser des Berichts, Mitarbeiter der demokratischen Mehrheit im aussenpolitischen Ausschuss des Senats. Die politische Verantwortung dafür wird der damaligen Regierung von US-Präsident George W. Bush mit Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und General Tommy Franks zugeschoben. (se/ap)
Erstellt: 29.11.2009, 07:45 Uhr
Ausland
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!



