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US-General verlangt von der deutschen Bundeswehr mehr Risiko
Aktualisiert am 20.01.2010 3 Kommentare
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Darüber hinaus verlangte der Vier-Sterne-General von den ISAF-Mitgliedern eine Aufstockung der Truppen. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte am Mittwoch in Berlin, bei der Ausbildung afghanischer Soldaten und Aufgaben der Sicherheit werde es keine strenge Trennung mehr geben. Dies könne «ab und an ein höheres Risiko mit sich bringen».
Derweil sprach sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier dafür aus, den Bundeswehr-Einsatz zwischen den Jahren 2013 und 2015 zu beenden. «Wir müssen jetzt die einigermassen beruhigten Distrikte vollständig an Afghanen übergeben», sagte der ehemalige Aussenminister der Wochenzeitung «Die Zeit».
McChrystal sagte der «Bild»-Zeitung, er werde alle Mitglieder des ISAF-Schutztruppe auffordern, «weitere Ausbilder zu stellen, um die afghanischen Sicherheitskräfte zu trainieren». In Hinblick auf die Afghanistan-Konferenz in London am 28. Januar sollten sich alle Länder überlegen, «was sie leisten können, um genug Soldaten für die Ausbildung der Afghanen bereitzustellen».
«Art und Weise des Vorgehens ändern»
Er unterstrich die strategische Bedeutung von Nord-Afghanistan und forderte die Deutschen auf, mehr Risiken einzugehen. Die Taliban hätten die dortigen Zustände gezielt genutzt, «um sich auszubreiten. Sie wollen den Eindruck vermitteln, dass ihre Bewegung im ganzen Land aktiv sein kann». Wie alle Truppen in ganz Afghanistan müssten auch die deutschen Truppen mit den höheren Risiken seiner neuen Strategie leben. «Vielleicht müssen sie sogar die Art und Weise ändern, wie sie bisher vorgegangen sind.»
Er bekräftigte, dass er plane, amerikanische Truppen in den Norden des Landes zu schicken. Die US-Soldaten sollten aber dem dortigen deutschen Regionalkommandeur unterstellt werden.
Karzai kommt nach Berlin
Guttenberg sah McChrystals Äusserungen positiv. «Er hat die Realitäten benannt», sagte der CSU-Politiker. Die deutschen Soldaten seien täglich grossen Risiken ausgesetzt. Zu Steinmeiers Forderung, bis 2015 den Einsatz zu beenden, sagte er: «Ich halte nichts von einem Enddatum.» Dies würde nur in die Hände jener spielen, die in Afghanistan wieder das Licht ausknipsen wollten.
Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke, sagte, Aussenminister Guido Westerwelle habe bereits deutlich gemacht, mehr beispielsweise für die Ausbildung der Polizei tun zu wollen. Damit befinde man sich in breiter Übereinstimmung mit den Verbündeten.
Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kündigte an, der afghanische Präsident Hamid Karzai werde auf seinem Weg zur Londoner Afghanistan-Konferenz am 26. und 27. Januar Berlin besuchen. Karzai werde nicht nur mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammentreffen, sondern auch mit Vertretern des Bundestags.
Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, kritisierte McChrystal: «Natürlich will ein General mehr Truppen, mehr Waffen und grenzenlose Einsatzbefugnis. Aber es ist völlig inakzeptabel, dass McChrystal jetzt den Deutschen vorschreiben will, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken und noch mehr Leben zu riskieren.» (sam/ddp/)
Erstellt: 20.01.2010, 16:45 Uhr
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3 Kommentare
Gen. McChrystal hat volkommen recht die Deutschen aufzufordern, endlich Ihren Einsatz ohne 'caveats' auszuführen. Die NATO ist nichts als ein lahmgelegtes Unikum wobei jedes Land seine eigenen Bedingungen stellt. Keine Einheit, keinen einheitlichen Oberbefehlsstab, kein einheitliches Ziel - aber viele Ausreden der Deutschen, Italiener, Spanier etc. etc. Ein Zirkus. Gruss aus Kanada. Antworten
Das richtige *Grundgesetz* verbietet Deutsche Truppen im Ausland .ausserhalb von humanitaerer Hilfe--Und in Verfolgung Feindlicher Truppen in einem Kriegsfall.Aber das Richtige Grungesetz wurde in 2006 so gebastelt,das es dieser Situation anpassed.Mc Chrystal,sollte dieses Dokument lesen,dann wird er wohl begreifen ,das Humanitaere Hilfe,nicht mit Panzer und Raketen geliefert wird. Antworten



thomas graf
Die D gelten in der NATO schon als Rosinenpicker und Feiglinge! Aber die Amis haben die Karre in den Dreck gezogen und verlagen nun von ihren Verbündeten mehr Engagement! Das ist echt Klasse! Als CH sollten wir uns im Übrigen mit Kritik zurückhalten. Meines Wissens hält kein CH für den Wohlstand des Westens den Kopf hin! Im Bezug auf Lybien könnten wir vielleicht noch Verbündete gebrauchen! Antworten