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Wahlbetrug in Afghanistan laut Uno weit massiver als vermutet

Aktualisiert am 08.10.2009

So war die Beteiligung in einzelnen Provinzen offenbar bis zu drei Mal so gering wie von der offiziellen Wahlkommission angegeben.

In der Provinz Kandahar etwa seien wahrscheinlich weniger als 100'000 Stimmen abgegeben worden anstelle der 242'000 gezählten Stimmzettel, von denen angeblich mehr als 220'000 für Amtsinhaber Hamid Karzai ausfielen.

Dies geht aus einer UN-Statistik hervor, die die Nachrichtenagentur AP einsehen konnte. Im Wahlbezirk Paktika wurden demnach von der Kommission 193'000 Stimmen für Karzai gezählt, obwohl nach UN-Prüfungen lediglich rund 35'000 Zettel abgegeben worden sind.

Nachgezählt werden lediglich die Ergebnisse aus den Bezirken, in denen die Beteiligung bei der Wahl am 20. August angeblich bei 100 Prozent gelegen hat oder in denen einer der Kandidaten mehr als 95 Prozent der Stimmen erhalten haben soll. Nach vorläufigen Auszählungsergebnissen erreichte Karzai im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Mit der Verkündung des amtlichen Endergebnisses wird kommende Woche gerechnet. (sam/ap)

Erstellt: 08.10.2009, 06:40 Uhr

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