Zu Weihnachten in den Krieg

Aktualisiert am 07.12.2009

Die ersten zusätzlichen Kämpfer der amerikanischen Armee sollen ausgerechnet zu den Festtagen in Afghanistan landen. Die Nato verspricht derweil, Obamas Truppen zu unterstützen.

Von der amerikanischen Ostküste in die Wüste Afghanistans: Ein Soldat verabschiedet sich in Vermont vor der Abreise ins Vorbereitungslager von seiner Frau.

Von der amerikanischen Ostküste in die Wüste Afghanistans: Ein Soldat verabschiedet sich in Vermont vor der Abreise ins Vorbereitungslager von seiner Frau.
Bild: Keystone

Die ersten Soldaten der von US-Präsident Barack Obama angekündigten Verstärkung für Afghanistan sollen am 25. Dezember an ihren Einsatzorten sein. Das verlautete am Montag aus Militärkreisen in Washington. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, Bryan Whitman, liess in der offiziellen Mitteilung das genaue Datum offen: Rund 1500 Marineinfanteristen würden noch in diesem Monat nach Afghanistan verlegt. 7000 weitere folgten nach dem 1. Januar.

Obama hat eine Verstärkung der US-Truppenpräsenz in Afghanistan um 30'000 Mann angekündigt. Etwas mehr als die Hälfte, knapp 16'000 Soldaten, sollen kurz nach dem Jahreswechsel nach Afghanistan geschickt werden: Neben den Marineinfanteristen werden Whitman zufolge nach dem Jahreswechsel eine Heeresbrigade mit 3400 Mann und 4100 Soldaten verschiedener Einheiten nach Afghanistan verlegt. Nach Abschluss der Verstärkung werden 100'000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert sein.

«Epizentrum des globalen Terrorismus»

Der US-Generalstabschef, Admiral Mike Mullen, sagte am Montag bei einem Truppenbesuch im US-Staat Kentucky, er erwarte ein schweres Jahr 2010 in Afghanistan. Er rechne mit einem Anstieg der Verluste. Den Einsatz begründete er vor den Soldaten mit den Worten, Afghanistan und Pakistan seien das «Epizentrum des globalen Terrorismus».

Die Verbündeten der USA in Afghanistan haben zudem am Montag offiziell die Entsendung von fast 7000 zusätzlichen Soldaten an den Hindukusch zugesagt. Das teilte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einer Truppenstellerkonferenz im südbelgischen Mons mit. Somit würde die internationale Afghanistan-Truppe um insgesamt 37'000 Mann verstärkt. (oku/ap)

Erstellt: 07.12.2009, 21:02 Uhr

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