Ausland

Zwei Schweigeminuten

Aktualisiert am 26.12.2009

Fünf Jahre nach der Tsunami- Katastrophe haben Menschen rund um den Indischen Ozean der Opfer gedacht. Unzählige Videos dokumentieren das Jahrhundertereignis.

1/7 Banda Aceh, Indonesien
Die Flutwelle rollt durch die indonesische Stadt Banda Aceh.

Der Tsunami kam, als Youtube noch nicht geboren war

   
Gedenkt der Opfer: Mann aus Thailand mit seinem Sohn in Khao Lak.

Gedenkt der Opfer: Mann aus Thailand mit seinem Sohn in Khao Lak. (Bild: Keystone)

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Auf den Tag genau

Auf den Tag genau fünf Jahre nach der Tsunami- Katastrophe rund um den Indischen Ozean ist in der Region am Samstag erneut ein schweres Erdbeben gemessen worden. Berichte über Schäden oder eine durch das Beben ausgelöste Tsunami-Flutwelle lagen nicht vor.

Wie die indonesische Behörde für Meteorologie und Geophysik am Samstag mitteilte, lag das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,7 rund 150 Kilometer nordwestlich der indonesischen Insel Maluku in einer Tiefe von 67 Kilometern.

In der indonesischen Provinz Aceh, wo am 26. Dezember 2004 rund 170'000 Menschen starben, wurden Gebete in zahlreichen Moscheen und vor Massengräbern abgehalten. Auf Sri Lanka stellten Fernsehen und Radio am Morgen pünktlich zum Zeitpunkt des Tsunamis (04.55 Uhr MEZ) für zwei Minuten ihr Programm ein, landesweit wurden Schweigeminuten eingelegt. Hier kamen 31'000 Menschen ums Leben, rund eine Million wurde obdachlos.

Trauerzeremonien wurden auch in Thailand und Indien abgehalten, wo mehr als 20'000 Menschen starben, darunter viele Touristen. In Takuapah in der besonders betroffenen thailändischen Provinz Phang- Nga nördlich von Phuket nahmen Mönche Opfergaben an.

Verdienste für das spätere Leben

Tausende Einheimische und Touristen säumten die Strassen der Ortschaft, um den vorbeiziehenden Mönchen Nahrungsmittel und andere Gaben in die Opferschalen zu legen.

Nach buddhistischem Glauben erwirbt der Geber durch die Beschenkung der Mönche Verdienste für das spätere Leben. Diese Verdienste können auch an andere, darunter verstorbene Angehörige, übertragen werden.

Vor fünf Jahren hatte eines der schwersten je registrierten Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra den verheerenden Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean weit über 200'000 Menschen in den Tod riss. (sam/sda)

Erstellt: 26.12.2009, 11:01 Uhr

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