Die Öl-Party ist vorbei

Wie die Börse kennt auch der Ölpreis derzeit nur eine Richtung – abwärts. Das hat gravierende Folgen für die grossen Förderländer. Die interaktive Übersicht.

Klicken und halten Sie den Globus um ihn zu drehen. Hier klicken um die Vollbildansicht zu öffnen. (Fotos: Keystone)


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Die psychologisch wichtige Marke ist geknackt. Weniger als 40 Dollar kostete am Montagmorgen ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate. Die Nordsee-Sorte Brent lag deutlich unter 45 Dollar. Was im letzten Sommer seinen Anfang nahm – als der Ölpreis noch bei deutlich über 100 Dollar lag – , hat sich inzwischen zu einem Preissturz historischen Ausmasses entwickelt. Und die Analysten rechnen nicht mit einer schnellen Erholung. Im Gegenteil: Auch Preise um 30 Dollar pro Fass werden als realistisch angesehen.

Fareed Zakaria, Kommentator für Aussenpolitik der «Washington Post», vergleicht die aktuelle Situation mit den 80er-Jahren. Als der Ölpreis letztmals in einem vergleichbaren Ausmass fiel, sei die Sowjetunion kollabiert.

Doch wie dramatisch sind die wirtschaftlichen und politischen Folgen des Preissturzes in den Öl-Ländern dieser Welt? In einer interaktiven Grafik finden Sie eine kompakte Übersicht. Berücksichtigt wurden die grössten Erdölexporteure der Welt. Jene Länder, die gemäss der Statistik der Organisation Opec mehr als eine Million Fass pro Tag exportieren:

Zum Vergleich, die Rangliste der zehn weltweit grössten Ölproduzenten. Sie weicht von jener der grössten Exporteuren ab, weil wichtige Produzenten wie die USA oder China praktisch ihre ganze Produktion selber verbrauchen:

Die Zahlen in den Tabellen stammen aus den Jahren 2014 und 2013. Es sind die neusten, die bei der Opec in einer Gesamtübersicht verfügbar sind. Die Entwicklung seither kann zu einzelnen Rangverschiebungen geführt haben. So hat etwa Saudiarabien Russland als grössten Ölproduzenten überholt. Die Zahlen sind deshalb als Richtwert zu verstehen. (baz.ch/Newsnet)

(Erstellt: 25.08.2015, 09:10 Uhr)

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