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Mehr als 10'000 Freiwillige melden sich für Selbstmordanschläge in Israel

Im Iran riefen fünf Studentengruppen dazu auf, sich für Selbstmordanschläge gegen Israel zu melden. Bereits hätten sich dafür mehr als 10'000 Personen registrieren lassen.

Die Freiwilligen demonstrierten nach der Registrierung in den Strassen von Teheran gegen die Angriffe im Gazastreifen.

Die Freiwilligen demonstrierten nach der Registrierung in den Strassen von Teheran gegen die Angriffe im Gazastreifen.
Bild: Keystone

Auch viele Frauen meldeten sich als Freiwillige für Selbstmordanschläge.

Auch viele Frauen meldeten sich als Freiwillige für Selbstmordanschläge. (Bild: Keystone)

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Israel lehnt Waffenruhe ab

«Ich bin bereit, mein Blut zur Unterstützung des Islams und zur Verteidigung der palästinensischen Muslime zu opfern», sagte ein Freiwilliger, der sich in Teheran in ein Formular zur Registrierung als Selbstmordattentäter eintrug. Die Studentenführer machen geltend, dass sich in den vergangenen drei Tagen mehr als 10’000 als Freiwillige für Selbstmordanschläge gemeldet hätten.

Vier Tage nach Beginn der Offensive im Gazastreifen hat die israelische Regierung den Vorschlag einer Unterbrechung der Angriffe abgelehnt. Am letzten Tag des Jahres richteten sich die Bombardements vor allem gegen Tunnelanlagen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Militante Palästinenser setzten ihre Raketenangriffe auf Israel fort.

Olmert lehnt Feuerpause ab

Ministerpräsident Ehud Olmert beriet in der Nacht zum Mittwoch mit Aussenministerin Tzipi Livni und Verteidigungsminister Ehud Barak über eine von der EU verlangte Waffenruhe für die Dauer von 24 Stunden. Anschliessend sagte Olmerts Sprecher Mark Regev: «Der Druck auf die Militärmaschine der Hamas muss aufrechterhalten werden.» Eine Feuerpause würde der Hamas nur die Möglichkeit geben, sich neu zu formieren und ihre Bewaffnung zu verstärken, sagte Regev.

Seit Beginn der Luftangriffe im Gazastreifen kamen nach palästinensischen Angaben 390 Menschen ums Leben. Etwa 1600 wurden verletzt. Die Hamas gab die Zahl der getöteten Mitglieder ihrer Sicherheitskräfte mit 200 an. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden mindestens 60 zivile Palästinenser getötet. Bei den Raketenangriffen auf Israel kamen bisher vier Menschen ums Leben.

Arabische Liga bedauert Spaltung der Palästinenser

Entlang der Grenze hat Israel Truppen und Panzer für eine mögliche Bodenoffensive stationiert. Die Regierung billigte am Dienstag die Einberufung von weiteren 2500 Reservisten, nachdem zuvor bereits 6700 Reservesoldaten zum aktiven Dienst beordert worden waren.

In Kairo berieten die Aussenminister der Arabischen Liga über die Lage im Gazastreifen. Der saudiarabische Aussenminister Saud al Faisal kritisierte dabei die Spaltung der Palästinenser. Dies erschwere es den arabischen Staaten, eine wirksame Antwort auf die israelischen Angriffe zu entwickeln. «Dieses schreckliche Massaker wäre nicht geschehen, wenn das palästinensische Volk hinter einer Führung vereint wäre», sagte Saud al Faisal.

Bush ruft Israel zu Frieden auf

US-Präsident George W. Bush hat den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in einem Telefongespräch zum Frieden im Nahen Osten aufgerufen, wie das Weisse Haus am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die israelische Regierung den Vorschlag der EU und der USA für eine Waffenruhe von 48 Stunden abgelehnt. Bushs Sprecher Gordon Johndroe sagte, Olmert habe dem US-Präsidenten zugesichert, dass Israel versuche, Opfer in der Zivilbevölkerung des Gazastreifens zu vermeiden. Bush hält sich zurzeit auf seiner Ranch in Texas auf, verfolgt aber nach Angaben aus seiner Umgebung ständig die Ereignisse im Nahen Osten. (sam/ap/)

Erstellt: 31.12.2008, 17:23 Uhr

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