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20 Jahre Mauerfall: Was machen die ehemaligen Apparatschiks?

Aktualisiert am 10.07.2009

Die meisten Staatsmänner des ehemaligen Ostblocks sind tot. Doch einige leben noch heute – und haben zum Teil erstaunliche Karrieren gemacht.

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Egon Krenz wurde 1937 geboren. 1989 stand er kurze Zeit im internationalen Rampenlicht: Für wenige Wochen war er Nachfolger Erich Honeckers, des Staats- und Parteichefs der DDR. Seit 1984 war er hinter Honecker der zweite Mann im deutschen Arbeiter- und Bauernstaat gewesen. Nach der Wiedervereinigung wurde er wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Mitschuld bestritt er jedoch. 2003 kam Krenz frei. Er arbeitete bis zur Pensionierung teilweise bei einer deutschen Fluggesellschaft, für die er alte Jets nach Osteuropa verkaufte. Seitdem lebt er zurückgezogen im Ostseebad Dierhagen, wo sich früher DDR-Bonzen vergnügt haben.
Bild: Keystone

   

Krenz, Modrow, Schabowski, Gorbatschow, Jaruzelski: Die Namen der kommunistischen Staatsmänner geraten langsam in Vergessenheit. Doch vor 20 Jahren spielten sie in der DDR, der Sowjetunion und in Polen eine wichtige Rolle. Heute sind die Pensionierten die letzten lebenden Vertreter des untergegangenen Systems. Nur die wenigsten sind einsichtig, dass sie damals mitgeholfen haben, die Unrechtsregime an der Macht zu halten. Ein Über- und Rückblick. (cha)

Erstellt: 10.07.2009, 10:16 Uhr

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