Ausland

Allparteien-Koalition in Nordirland gerettet

Aktualisiert am 05.02.2010

Nach zehntägigen Marathonverhandlungen haben die nordirischen Protestanten einen Kompromiss mit den Katholiken akzeptiert.

«Dies ist ein gutes Abkommen»: Peter Robinson.

«Dies ist ein gutes Abkommen»: Peter Robinson. (Bild: Keystone)

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Der Vorsitzende der Democratic Unionist Party (DUP), Peter Robinson, verkündete den Durchbruch in der Nacht zum Freitag. Sinn Fein, die Partei der irisch-nationalistischen Katholiken, hatte bereits am Donnerstag erklärt, sie unterstütze den Plan, dessen Inhalt voraussichtlich im Laufe des Tages vom britischen Regierungschef Gordon Brown und seinem irischen Kollegen Brian Cowen bekannt gegeben wird. «Dies ist ein gutes Abkommen und eines, das ich befürworten kann», sagte Robinson am frühen Morgen. Die DUP-Abgeordneten hätten den Kompromiss einstimmig gebilligt.

Sinn Fein forderte ein konkretes Datum, bis zu dem die britische Regierung die Kontrolle über Polizei und Justiz auf die Selbstverwaltung in Belfast überträgt. Wegen der langjährigen Verbindungen der Partei zur Untergrundorganisation IRA störten sich viele Protestanten jedoch an dem Gedanken, dass Sinn Fein ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen haben soll. Die Zusammenarbeit zwischen Sinn Fein und der DUP wurde 2007 vereinbart und gilt als Meilenstein im nordirischen Friedensprozess. (vin/ddp)

Erstellt: 05.02.2010, 09:15 Uhr


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