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Attentatsversuch auf kaukasischen Gouverneur
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Bei einem Anschlag während eines Pferderennens im Nordkaukasus sind ein Mensch getötet und 29 weitere verletzt worden. Der Präsident der Teilrepublik Kabardino-Balkarien, Arsen Kanokow, entging dem Attentat in der Hauptstadt Naltschik offenbar nur knapp.
Kanokow war noch nicht an der Rennbahn eingetroffen, als die Bombe am Mittag explodierte. Sein Besuch sei nicht offiziell angekündigt gewesen, sagte er der Agentur Itar-Tass.
Auf der Ehrentribüne versteckt
Bei dem Toten handelt es sich nach Behördenangaben vom Sonntag um einen 94 Jahre alten Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Er starb im Spital an seinen Verletzungen. Der russische Präsident Dmitri Medwedew befahl dem Innenministerium sowie dem Inlandsgeheimdienst FSB, das Attentat zu untersuchen.
Die Bombe mit einer Sprengkraft von drei bis fünf Kilogramm TNT war auf der Ehrentribüne versteckt gewesen. Unter den Verletzten sollen nach Medienangaben auch der Kultusminister sowie der frühere Innenminister sein. Elf Menschen wurden am Sonntag noch in Spitälern behandelt.
Islamisten kämpfen für Emirat
Das Attentat weckt Erinnerungen an den tödlichen Anschlag auf den ehemaligen tschetschenischen Präsidenten Achmat Kadyrow. Der Vater des jetzigen Herrschers Ramsan Kadyrow war im Mai 2004 durch eine Bombe im Stadion von Grosny getötet worden.
Im Nordkaukasus, in dem auch die unruhigen Teilrepubliken Dagestan sowie Inguschetien liegen, kämpfen Islamisten seit Jahren für ein von Moskau unabhängiges «Kaukasus-Emirat». (oku/sda)
Erstellt: 02.05.2010, 12:43 Uhr










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