Ausland

Bankiervereinigung gegen automatischen Datenaustausch

Aktualisiert am 12.03.2009

Dass Liechtenstein bei Steuerdelikten Drittstaaten nach OECD-Standards informieren will, beunruhigt die Bankiervereinigung nach deren Angaben nicht.

Die Bankervereinigung bekräftigte heute ihren Widerstand gegen einen automatischen Informationsaustausch. Das Vorgehen Liechtensteins kommentiere die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) nicht, sagte ihr Sprecher James Nason. Die SBVg erwarte, dass die Schweiz als souveräner Rechtsstaat ihre Prinzipien verteidige. Eine Art «phishing» nach Bankdaten komme nicht in Frage.

Es sei davon auszugehen, so Nason weiter, dass die Landesregierung weiterhin Doppelbesteuerungsabkommen schliesse – unter Achtung des Bankkundengeheimnisses. Erst einmal gelte es abzuwarten, was aus der zum Bankgheimnis eingesetzten Expertengruppe komme. Wichtig sei, dass die Rechtssicherheit in der Schweiz gewahrt bleibe und damit das Kundenvertrauen.

Das Eidgenössische Finanzdepartement, ebenfalls um eine Reaktion angefragt, teilte mit, Entscheide von anderen Staaten würden nicht kommentiert. (raa/sda)

Erstellt: 12.03.2009, 12:23 Uhr


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