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Brandbomben-Angriffe auf Polizisten
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Bei einer von mehreren tausend Menschen besuchten Gedenkveranstaltung für den am 6. Dezember 2008 von der Polizei erschossenen Alexandros Grigoropoulos flogen Steine und Brandsätze, die Polizei setzte Tränengas ein. Auch in Thessaloniki gab es Krawalle. Jugendliche schleuderten Molotow-Cocktails gegen Beamte und schlugen die Scheibe eines Cafés ein. Am Samstagabend wurden bereits mindestens 160 Jugendliche festgenommen.
Im Grossraum Athen waren mehr als 6000 Polizisten im Einsatz. Berichten zufolge wollten sich an den Protesten auch zahlreiche linksgerichtete Demonstranten aus dem Ausland beteiligen. Im Athener Stadtteil Keratsini gab es am Samstagabend eine Razzia in einem Haus, das laut Polizei als Werkstatt für Brandbomben genutzt wurde. Die Beamten wurden nach eigenen Angaben von rund 60 Jugendlichen mit Steinen angegriffen, drei Einsatzfahrzeuge wurden zerstört. In dem von mutmasslichen Linksextremisten als Lager genutzten Haus wurden den Angaben zufolge Gasmasken, Vorschlaghammer und 200 leere Bierflaschen beschlagnahmt, die als Brandbomben eingesetzt werden sollten. Anschliessend verschanzten sich die Randalierer mehrere Stunden lang im Rathaus, 41 Menschen wurden festgenommen.
Weitere Festnahmen gab es im Zusammenhang mit einer zunächst friedlichen Gedenkveranstaltung für den getöteten Grigoropoulos, nach der sich eine Gruppe Anarchisten eine Strassenschlacht mit der Polizei lieferte. Unter den 14 Festgenommenen waren fünf Italiener und drei Albaner. Präsident Karolos Papoulias hat die Bevölkerung angesichts des Jahrestags zur Ruhe aufgerufen. Der Tod des 15-Jährigen hatte zu zwei Wochen andauernden Ausschreitungen in Athen und anderen griechischen Städten geführt. Zwei Polizisten müssen sich wegen Mordes beziehungsweise versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Der Prozess soll am 20. Januar beginnen. (sam/ap)
Erstellt: 06.12.2009, 17:39 Uhr











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