Brown gibt nach: Irak-Feldzug wird untersucht

Aktualisiert am 15.06.2009

Der britische Premierminister Gordon Brown hat am Montag eine Untersuchung zu möglichen Fehlern während und nach der Invasion im Irak 2003 angekündigt.

Kündigte Untersuchung an: Premier Gordon Brown.

Kündigte Untersuchung an: Premier Gordon Brown. (Bild: Keystone)

Mehr als sechs Jahre nach Beginn des Irakkriegs hat die britische Regierung die lange geforderte Untersuchung der Invasion in das Land angekündigt. Premier Gordon Brown werde am Montagnachmittag das Unterhaus darüber informieren, teilte sein Büro in London mit.

Die Opposition und mehrere Labour-Abgeordnete hatten mehrfach eine unabhängige Untersuchung über die Umstände des umstrittenen Einmarsches in den Irak gefordert.

Dunkelstes Kapitel

Brown hatte dem zwar generell zugestimmt, jedoch stets darauf verwiesen, dass eine Untersuchung erst stattfinden würde, wenn sich die britischen Soldaten aus dem Irak zurückgezogen hätten. Fast alle der noch verbliebenen 3700 Briten sollen bis Ende Juli abgezogen sein.

Der Irak-Krieg gilt als eines der dunkelsten Kapitel der Regierungszeit von Browns Vorgänger Tony Blair. Die Briten waren an der Seite der USA im März 2003 in den Irak einmarschiert. Als Grund wurden Massenvernichtungswaffen angeführt, die der Irak angeblich besass. Diese wurden jedoch nie gefunden. (sam/ap)

Erstellt: 15.06.2009, 15:03 Uhr

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