Ausland
Das Flugverbot war wohl überflüssig
Von Marc Brupbacher. Aktualisiert am 23.04.2010 72 Kommentare
Was von der Wolke übrig bleibt
Beruhigung. Der Spuk scheint vorüber: Die Aschewolke aus Island verzieht sich nach einer Woche Ausbreitung über ganz Europa in Richtung Atlantik. Überall starten und landen wieder Flugzeuge. Auch in Island entspannt sich die Lage: Die Aktivität des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher liess in den vergangenen Tagen deutlich nach. Die Rauchsäule erreicht nur noch eine Höhe von drei Kilometern. Was bleibt uns nun?
- 1,7 Milliarden Dollar verlorene Einnahmen
- 110 Millionen Dollar gesparte Treibstoffkosten pro Tag
- 2 Millionen Franken Einbussen pro Tag am Flughafen Zürich
- 1,2 Millionen betroffene Passagiere pro Tag
- 100'000 gestrichene Flugverbindungen in ganz Europa
- 11'000 zusätzliche Sitzplätze bei den SBB pro Tag
- 700 Isländer, die evakuiert werden mussten und nun auf die baldige Rückkehr in ihre Häuser hoffen
- 320 fehlende Erfinder an der Erfindermesse in Genf
- 300 Prozent teurere Last-Minute-Flüge
- 5 Tage, die es gedauert haben soll, bis sich die europäischen Verkehrsminister in einer Videokonferenz austauschten
(Kng/«Basler Zeitung»)
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Man kann es nun als amtlich bezeichnen: Die Sperrung des europäischen Luftraums war unnötig. Zum ersten Mal hat mit der britischen Civil Aviation Authority (CAA) eine europäische Luftfahrtbehörde einen Grenzwert für Vulkanasche in der Luft erlassen. Nach diesem Limit hätten die Flugzeuge an jedem Tag der vergangenen Woche starten können.
Der Grenzwert ist das Resultat aus Beratungen von Triebwerks-Herstellern und Beobachtungsflügen in die Aschewolke. Zusätzlich zur Analyse in der Luft wurden auch Daten früherer Extremfälle ausgewertet. Etwa als der erste Golfkrieg in Kuwait und Saudiarabien grosse Mengen feinen Sandes bis auf die Flughöhen der Kampfjets aufwirbelte, wie Welt Online schreibt.
Nur wenig Vulkanasche in der Luft
Als unbedenklich gelten nun Flüge durch Wolken, die weniger als 2000 Mikrogramm Vulkanasche pro Kubikmeter enthalten. Mit diesen neuen Regeln hätte es in Europa keine Flugverbote gegeben. Gemäss dem britischen Zentrum für Atmosphärenforschung schwebten über dem Vereinigten Königreich in den vergangenen Tagen nur selten mehr als 100 Mikrogramm in der Luft – Spitzenwerte erreichten 400 Mikrogramm.
In der Schweiz massen ETH-Forscher am Samstag 80 Mikrogramm vulkanische Partikel. Am Sonntag stieg die Konzentration aber bis auf 600 Mikrogramm. Messungen können Fehler von plus oder minus 30 Prozent erhalten.
Die bisher einzig deutsche Analyse durch ein Flugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hatte über Leipzig Werte von 60 Mikrogramm pro Kubikmeter ergeben, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt.
Grenzwerte bald europaweit gültig?
Bisher galt die Regel, dass jeder Kontakt von Flugzeugen mit Vulkanasche zu vermeiden sei. Die CAA erwarte nach Gesprächen mit anderen nationalen Behörden, dass die Grenzwerte bald europaweit Gültigkeit haben.
Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat man von diesem Grenzwert Kenntnis genommen, ob man ihn auch übernehmen will, ist noch nicht entschieden. Sprecher Daniel Göring sagt gegenüber baz.ch/Newsnet: «Wir sind froh, dass es jetzt solche Grenzwerte gibt, damit man in Zukunft besser vorbereitet ist. Bewerten können wir die neue Regelung aus Grossbritannien aber noch nicht.» Für Göring ist es wichtig, dass ein Grenzwert international koordiniert werde.
Im deutschen Bundesverkehrsministerium gibt es bisher ebenfalls keine Pläne, die britische Regelung zu übernehmen, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt.
Das britische Zentrum für Vulkanasche-Warnungen integriert die neuen Grenzwerte ab sofort in seine Warnmeldungen. An diesem Institut haben sich in den vergangenen Tagen die nationalen Behörden orientiert. In den ständig aktualisierten Karten sind mit schwarzen Punkten jene Regionen verzeichnet, wo der neue Grenzwert überschritten wird. Und das war gemäss der «Süddeutschen Zeitung» gestern nur noch der Luftraum in unmittelbarer Nähe des Eyjafjällajökull-Vulkans. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.04.2010, 09:46 Uhr
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72 Kommentare
@Kunz. Finanzielle Verluste werden unweigerlich auch zu menschlichen Tragödien führen. @Schnydrig: auch ein längeres Szenario muss durchaus in Betracht gezogen werden. Würde man den Flugraum auch länger sperren wollen? Wie lange? @S. Meier: VIELLEICHT kreist ein Toaster in 30'000km Höhe um den Pluto @A. Strahm: man soll/darf durchaus auch mit 50'000 Toten und 6 Monaten Sperrung rechnen Antworten
Die einfache Frage, warum man nicht US-Behörden, die viel Erfahrung mit Vulkanen haben und die eindeutig geflogen hätten, und Triebwerkhersteller gefragt hat, bleibt offen. Die Britische MET ist in dieser Hinsicht entweder völlig überfordert oder wieder unehrlich. Und dass Europäische Länder nicht ihre eigene Messungen machen zeigt ihre ohnmächtige Abhengigkeit von der EU. Antworten
Wieso rechnet uns kein Klimaerwährmungs-Apostel vor, wie es mit der CO2 Bilanz dieses Vulkanausbruches aussieht? Könnte es sein, dass es die geforderten CO2 Reduktionen ad Absurdum führen würde? Da der CO2 Ablasshandel aber auf der CO2-Sünde des Menschen beruht, ist wohl kaum damit zu rechnen. Vielleicht müssen wir jetzt kollektiven Selbstmord begehen, um Dies auszugleichen und die Welt zu retten. Antworten
an alle die meinen, dass Airlines sagen sollen ob geflogen werden soll oder nicht: Airlines, die auf der schwarzen Liste stehen (d.h.dürfen nicht in Europa rumjetten) finden sicher auch, dass ihre Jets "sicher" sind. Die haben ja auch die üblichen Triebwerke und irgendeine Versicherung, die 100$ zahlt im Fall des Falles. Also beim nächsten Flug unbedingt bei einer solchen Airline mitfliegen. Antworten
Es ist immer wieder das alte Lied, Staat gegen Experten. Dasselbe Beispiel sieht man während Jahren auch schon bei der Flugsicherung. Obwohl fast allen Experten klar ist, dass der europäische Luftraum zusammengelegt werden muss, streiten sich die Staatsoberen über die Grenzen, obwohl Luftraum eigentlich keine "Grenzen" haben sollte...derselbe Zirkus auch beim Eyafjalla... Antworten
Schweinegrippe 0.2 reloaded. Glasklar wusste man schon am ersten Tag, dass dieser kleine Vulkan niemals die Mengen Asche spucken würde wie in den 80er und 90er andere Vulkanausbrüche, wo kein Flugzeug deswegen Probleme hatte. Absolut nicht nachvollziehbar, wie diese Fehlentscheidung zustande kam. MET Klimaschwindlern sei Dank. Alle Lügen in der gleichen Küche gekocht. Antworten
Die Diskussion hier ist völlig überflüssig. Schlimm wenn aus Angst vor finanziellen Verlusten Risiken eingegangen werden. Gott sei dank war man so vernünftig den sicheren Weg zu gehen und nicht unnötig das Leben der Passagiere aufs Spiel zu setzen. Verluste? Das ist nur Geld, nur Zahlen. Also was soll das Theater? Antworten
Wenn aber und hätte, Es bleibt jedermann frei zu fliegen ob er will oder nicht. Wenn die Flugzeuge leer bleiben ist es sache der Airlines festzulegen ob sie fliegen. Weiters geben wir zuviel auf GEschwätz von Experten, egal in welcher Branche (Siehe UBS, Swissair, etc). Beamte sind unfähige Personen, welche sich auf Gutachten anderer Abstützen um keine Verantwortung tragen zu müssen. Antworten
@André Kaufmann: Betreffend Beschädigung der F16, wer kann das bestätigen? Meldungen müssen nicht wahr sein... Einfach nicht alles glauben, was verzapft wird, weil, es könnte ja sein dass man mit dieser Meldung das Grounding rechtfertigte. Siehe auch Kommentar von Markus Scherer. Antworten
Eine Woche Ausfall bedeutet ca. 2% Einbusse beim Umsatz. Wenn ein Unternehmen dies nicht verkraftet, ist es eh nicht lebensfähig. Für das Problem der finanziellen Liquidität gibt es Banken. Genau dies wäre Ihre Kernkompetenz, die Wirtschaft mit Geld zu versorgen. Antworten
@Markus Scherer: Genau, dachte ich auch, habe jedoch die Seite im Netz nicht mehr gefunden. Dauerte, glaube ich, vom 12.4. - 22.4.010. Die Fluglotsen in Grichenland haben ja angeblich 2009 gestreikt, exakt an dem Tage als das Bilderbergertreffen statt fand... Als wäre das der erste Vulkanausbruch gewesen. Theater und Manipulation im Quadrat. Bilderbergertreffen 2010 = Spanien, 11.4.010, las ich. Antworten
Das Met Office, der britische Wetterdienst, der uns schon die Lüge über die Klimaerwärmung aufgetischt hat und auch einer der Beteiligten im Climategate-Skandal ist, wollte sich wieder einmal mit ihren abstrusen Computer-Theorien profilieren. Das Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) wird auch vom Met Office betrieben. Wieso lässt man diese Verrückten immer noch ungestraft auf die Menscheit los? Antworten
Das Flugverbot ist Ausdruck unserer Null-Risiko Gesellschaft. Egal wie klein das Risiko, gleich erfolgt das allgemeine von den Medien geförderte Hyperventilieren (siehe auch Beispiel Schweinergrippe). Was vor allem störend ist, ist das abstützen auf Computermodelle, welche kaum mit realen Daten unterlegt sind. Etwas mehr gesunder Menschenverstand wäre wieder gefragt. Antworten
@hr. zürcher: solche stammtisch-proleten wie sie braucht das land, jawohl. was wäre, wenn ihre angehörigen in einem flugzeug mit aschepartikel-verstopften triebwerken abgestürzt wäre? genau ihre sorte leute wären die ersten, welche die behörden verunglimpfen würden und von "steuergeld verprassen" erzählen würden, weil zu wenig gemacht wurde... hauptsache meckern Antworten
Bis heute waren keine Grenzwerte festgelegt und somit auch nicht verbindlich. Also können die Verluste durch diesicherheitsbedingte Luftraumsperrungen auch nicht eingeklagt oder sozialisiert werden. SICHERHEIT GEHT VOR GEWINN!! Fluggesellschaften, welche wegen 4 Tagen sicherheitsbedingte Flugsperren nicht mehr über die Runden kommen, würden früher oder spähter so oder so eingehen. Sperrung richtig Antworten
Warum gelten eigentlich im Flugverkehr viel strengere Regelungen als auf der Strasse. Weltweit sterben auf den Strassen ein vielfaches von Menschen als im Flugverkehr. Und trotz der vielen Toten kommt keine Regierung auf die Idee, das Autofahren zu verbieten. Sich von einem Ort zum andern zu bewegen, ist mit einem Todesrisiko verbunden. Dies sollte zu denken geben. Antworten
Wie war das mit der gestrigen Pressemeldung? ein Passagierflugzeug, das von Manchester aus abflog um gestrandete Turis zurückzuholen und kurz nach dem Start notfallmässig wegen verstopfter Düsen und Vulkanasche Geruch im Cockpit den Flug kurz nach dem Start abbrechen musste ? ?.... Und da soll die behördliche Sperrung nicht nötig gewesen sein. Sorry, das kann ich nicht verstehen. Antworten
ich bin froh und dankbar, dass der Luftraum geschlossen wurde, als man befürchten musste, dass es unter Umständen gefährlich sein könnte. Mir ist es definitiv lieber, dass meine Tochter 2 Tage später und mit Auto heim gekommen ist, nach einem 34 Stunden-Trip als wenn ihr Flugzeug abgestürzt wäre (um Geld zu sparen und weil Panik ja nichts bringt) Lieber Unannehmlichkeiten als kein Kind mehr haben Antworten
Genau im Nachhinein ist man immer schlauer.... ich verstehe die ganzen Diskussionen um die Flugsperre einfach nicht. Klar verloren einige Leute Geld und Reisende mussten etwas geduldiger sein als sonst. Jedoch ist mir eine über vorsichtige Aufsichtsbehörde lieber als zwei unnötige Flugzeugabstürze, die hätten verhindert werden können. Antworten
All jene, die hier von "Schweinegrippesyndrom" reden: Es ist durchaus möglich, dass wegen der Massnahmen irgendwo eine Mutation verhindert wurde. Nur werden wir das niemals erfahren, da ja nichts passiert ist. Und vielleicht - VIELLEICHT - wurden jetzt 400 Menschenleben gerettet, obwohl keiner der Betroffenen das jemals erfahren wird. Vielleicht wurde eine verhängnisvolle Eregniskette unterbrochen Antworten
Wenn ein paar Tage kaum geflogen wird, ist das deder für die Luft, noch für die Bahn oder andere Transporteure ein grosses Problem. Für uns Alle das grössere Problem ist womöglich, dass sich niemand mehr traut, Gefahren als das darzustellen, was sie sind: Ein Teil unseres Lebens, der trotz überbordendem bürokratischem Eifer glücklicherweise nie verschwinden wird. Antworten
Jawohl Herr Scherer, genau so wird es gewesen sein. Deshalb hat die NATO auch den Vulkan in Island hochgehen lassen. Kleiner Tip: Wer nicht hinter jedem aussergewöhnlichen Vorkommnis eine Verschwörungstheorie wittert, lebt im Allgemeinen ein entspannteres Leben. Antworten
Ich finde es einfach seltsam, dass eine einzige Institution aus EU Kommisaren es so extreme Macht haben den ganzen Flugverkehr in Europa lahmzulegen. Die Airlines wurden gar nicht gefragt. Was können sie denn in Zukunft sonst noch alles lahmlegen? Mit absolut unwissenschaftlichen Argumenten. Als ob das der 1. Vulkanausbruch wäre? Um was geht es hier eigentlich??? Macht? Antworten
Warum wurden nicht die Triebwerkhersteller gefragt? Weil diese auch nicht alles und jedes prüfen können! Sie prüfen Sand und Vögel und Hühner (Vorschrift), aber man kann nicht jede Eventualität prüfen (was, wenn es tiefgefrorene grüne Kaulquappen regnet). Immerhin fliegt man da mit Geschwindigkeiten, die beim Sandstrahlen verwendet werden. Antworten
@Hans Osterwalder: die Fragestellung ist interessant. Wenn der Steuerzahler nun den Schaden der Airlines bezahlen soll - was ein schlechter Witz ist - wie ist es denn mit all den andern Schäden, die durch den Stopp entstanden, etwa der Händler, der Reisenden, der Arbeitgeber, deren Mitarbeiter nicht vom Urlaub zurückkamen? Konsequenztraining. Antworten
Die Tage ohne Flüge haben aufgezeigt wie verletzlich unsere Gesellschaft. Für das Risikomanagement von vielen Firmen war es hilfreich. Vielleicht sollte die eh schon steuerlich priviligierte Flugindustrie mal selber schauen wie sie sich auf Risiken vorbereit. Was wäre mit einem Risikozuschlag von CHF 20 pro Ticket. Schnell wäre ein milliardenschwerer Pot geäuffnet. Antworten
Wie sind eigentlich all die "Sonder"korrespondenten, welche auf allen Sendern live zu sehen waren, nach Island gereist ?? Als Vielflieger finde ich den Entscheid wohl richtig. Mich stört vielmehr, dass sich Fachleute nicht einig waren & die Wiederaufnahme der Flüge unkoordiniert & viel zu lange dauerte. Antworten
Es ist höchst erfreulich, dass nun die Festlegung eines europaweit, besser sogar international gültigen Grenzwerts angegangen wird. Aus Fehlern lernt man. Ich zweifle keine Sekunde an der Richtigkeit des erlassenen Flugverbots. Wenn man keine Fakten hat, sprich den Grenzwert nicht kennt, dann ist alles > 0 Mikrogramm ein Risiko. Alles andere wäre Spekulation und nicht vertretbar. Antworten
Meine Frage lautet, auf Grund von was wurde der Luftraum überhaupt gesperrt? Ok aus Sicherheitsgründen einfach mal so. Aber dann müsste doch sofort untersucht werden, wie gross ist die Aschenkonzentration über Europa und den Triebwerkhersteller anfragen, wieviel Aschenkonzentration ein Triebwerk beschädigen könnte. Dass man dazu nicht fähig war beweisst wir haben eine kopflose Beamtenschar. Antworten
Ehrlicherweise muss man sagen, dass Nicki Lauda sofort genau diese Argumente hervorbrachte. Die Beamtenschar Europas wollte aber nicht auf Nicki hören, der war ja Partei. Aber er ist auch Fachmann, Pilot und ausgewiesener Techniker. Das ganze Geschwafel der Wetterfrösche war doch nur peinlich, die haben doch keine Ahnung von einem Triebwerk und konnten eine Beeinträchtigung nicht beurteilen. Antworten
Ohne ein wertendes Plädoyer halten zu wollen, muss und darf die Frage gestellt werden, welcher Schaden grösser gewesen wäre. 500 Tote bei Flugzeugabstützen oder die Schliessung des gesamten Nord- und Mitteleuropäischen Luftraums für 4 Tage? Was würden wir machen, wenn die Wolke dichter und während Monaten über Europa ziehen würde? Antworten
Das Hauptproblem war nicht das eigentliche Flugverbot, sondern die zögernde Bewilligung für Test- & Messflüge um die Daten der Computersimulation zu verifizieren. Die meisten Behörden haben nur Daumen gedreht und gewartet bis ein anderes Land reagiert! Ohne forsche Praktiker wie Lauda hätte diese teure Krise noch viel länger gedauert und wertvolle neue techn. Erkenntnisse wären ausgeblieben. Antworten
Es geht doch hier nicht darum, was richtig war oder ist. Es ist das alte Lied der Grosskonzerne " Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert". Der Steuerzahler soll wieder einmal die Dividenden und Boni finanzieren. Es gibt mir zu denken, wenn Fluggesellschaften die 3 Tage von 365 nicht fliegen können, bereits vom Bankrott bedroht sind. Solche Firmen sind überflüssig. Antworten
Ich bin auch der Meinung, die Behörden haben richtig reagiert. Dennoch ist doch offensichtlich, dass nicht nur die Airlines den Schaden haben (wie in der Headline steht).Jede Firma die mit dem Ausland Beziehungen pflegt, ist in einem gewissen Masse geschädigt worden. BR Leuenberger hat endlich mal was schlaues gesagt, nämlich dass eine finanzielle Abgeltung für die Airlines nicht gerechtfertig ist Antworten
Was ist wohl der Hintergrund dieser raschen Ermittlung eines "Grenzwertes"? Wie hoch war der Wert in den Fällen, wo eindeutig Schäden an Triebwerken und Verstopfungen von Ventilen festgestellt wurden? Und beim Flug, wo der Pilot im Innern des Flugzeugs den Geruch feststellte und umkehrte? Sucht man einen "Wert" um zu beweisen, dass die Behörden "falsch handelten" um finanziell zu profitieren? Antworten
Erneut zeigt sich, dass die Sicherheit von Menschenleben weniger gewichtet als finanzielle Einbussen. Wäre kein Flugverbot erlassen worden, dafür aber - nur angenommen - ein Flugzeug wegen der Vulkanasche in den Triebwerken abgestürzt, dann würden die genau gleichen "Experten" die genau gleichen Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen, weil sie es unterliessen, ein Flugverbot zu verhängen. Antworten
Warum haben all die Beamten, die sofort den Luftraum sperrten, nicht von sich aus viel früher Grenzwerte für solche Fälle verlangt. Herr Görig der froh ist, dass es jetzt solche Grenzwerte gibt, war sofort bereit ein Flugverbot auszusprechen. Da wurden doch die Hausaufgaben nicht gemacht, Vulkanausbrüche können doch immer passieren. Warum wurde nicht sofort der Triebwerkhersteller angefragt ? Antworten
@Ramon. Und wie genau verhält es sich wenn mal wieder "starke Vereisung" (kein Verkehrsflugzeug ist dafür zertifiziert) gemeldet wird? Das geschieht jeden Winter einige Male. Wird dann auch auf behördliche Anweisung das Fliegen flächendeckend eingestellt? Antworten
Lieber einmal zuviel Vorsicht als nicht ankommen ! Ich glaube unser Leben sollte uns diese zwei Milliarden wert sein. Die Fluggesellschaften sollten gegen solche Massnahmen versichert sein. Wir werden es jetzt mit höheren Ticketpreisen zu spüren bekommen. Antworten
Gegensätzliche Meldungen versch. Institutionen zeigen doch nur wie unwissend wir tatsächlich sind. Interessant ist doch wie fragil unser Verkehrssystem ist und wie krass die Folgen deswegen ausfallen. Wir müssen uns vielleicht auch mal ernsthaft hinterfragen als Gesellschaft. Wollen wir dieses System noch? Muss jeder irgendwo in der Gegend herumfliegen? Braucht es jeden Tag frische Südfrüchte? Antworten
Abschliessend weiss das ja keiner, denn die Konzentration der Wolken konnte nie durchgehend klar gemessen werden, wie auch. Da bei mir täglich Dutzende von Fliegern übers Haus fliegen, bin ich froh, wenn vorsichtig beurteilt wird, denn ich bin nicht scharf darauf, dass einer der Dinger herunterkommt, weil ein Triebwerk aussteigt. Diese Gefahr besteht eh schon zur Genüge. Antworten
Die Behörden haben korrekt reagiert. Da es unmöglich war das Ausmass genau zu kennen, mussten sie vom ungünstigsten Fall ausgehen. Alles andere wäre Fahrlässigkeit. Natürlich braucht eine solche Entscheidung Mut, angesichts der vielen unqualifizierten Kritiker und uneinsichtigen Wirtschaftsfetischisten. Bravo. Antworten
Hätte man den Luftraum nicht gesperrt und so ein Ding wäre mit verstopften Düsen runter gekracht hätten alle geschrien für was man überhaupt eine Flugsicherung hat! Was mich aber doch erstaunt, dass man den Einfluss von Feinstaub auf Maiglöcken erforscht aber nicht den Einfluss von Vulkanen auf den Flugverkehr, da ja doch schon länger bekannt ist was Aschewolken anrichten können. siehe BA9 1982 Antworten
Vielleicht hat es wieder einmal solch ein Ereignis benötigt, damit alle zusammensitzen, einen Richtwert erlassen und aus der Aktion die richtigen Schlüsse ziehen. In Ländern wie Japan, wo beinahe täglich irgendwelche Vulkane aktiv sind, wird immer geflogen. Trotzdem, ich verstehe auch, dass kein Risiko eingegangen wurde. So gesehen war dies einfach wieder eine *Lehrstunde* für die Menschheit... Antworten
Es ist wie mit einem herrenlosen, auffälligen Gepäckstück. Löst man nun Alarm aus mit allen Folgekosten durch Aufgebot von Spezialeinheiten, Evakuierungen, Verkehrsbehinderungen etc? Meist ist ja doch keine Bombe drin. Im Nachhinein läge also eine Überreaktion vor. Aber wehe, es wäre doch eine Bombe und niemand hätte reagiert, trotz Kenntnis der Umstände bzw. potentiellen Gefahren. Antworten
Natürlich ist man hinterher schlauer. Wer aber hätte die Verantwortung getragen, wenn ein vollbesetzter Jumbo abgestürzt wäre? Immerhin zeigten Kampfjets erhebliche Schäden an den Turbinen nach Flug durch die Aschewolke. Dann will es nämlich keiner gewesen sein und die Schuld wird wiederum den (dann zu laschen) Behörden zugeschoben. Wie sie es machen, es ist stets verkehrt. Antworten
Zuerst die Schweinegrippe, dann das Flugverbot... was kommt denn als nächstes! Eine Überreaktion jagt die Andere, handelt es sich hier um "Amtseifer" oder ist es einfach Unfähigkeit? Anscheinend haben die "Beamten" in ganz Europa nichts anderes zu tun als "Schreckensgespenster" zu malen... unglaublich wie hier Steuergelder verprasst werden! und dies in Krisenzeiten! Antworten
Aha, interessant. Da haben die Behörden wieder mal weit über das Ziel geschossen - schweinegrippemässig. Eigentlich sollte das Thema den Flugzeugherstellern, den Fluggesellschaften und den Versicherungen zur Beurteilung überlassen werden, Beamte tendieren grundsätzlich immer dazu, ihre Macht und Bedeutung zu überschätzen! Antworten




Willi Mayer
Tatsache ist, dass 1982 ein Jumbo-Jet der British Airways bei Indonesien durch Vulkanasche an den Rand des Absturzes gebracht worden ist. Und jetzt wurde der Himmel Europas von Island aus mit Vulkanasche überzogen. Kein Mensch konnte sagen, wieviel Vulkanasche für ein Flugzeug schädlich ist, und welche Menge noch toleriert werden können. Hätte man das Risiko eingehen sollen? Antworten