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Der Plagiator wird zum Denker
Aktualisiert am 29.09.2011 20 Kommentare
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Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kommt in seinem US-amerikanischen Exil zu neuen Ehren: Informationen des Nachrichtenmagazins «Spiegel online» zufolge schliesst sich der CSU-Politiker der renommierten Denkfabrik «Center for Strategic and International Studies» (CSIS) an.
Guttenberg war zu Beginn des Jahres über eine Plagiatsaffäre gestolpert. Seine Doktorarbeit scheint er in weiten Teilen von anderen Autoren abgeschrieben zu haben, ohne dies ausreichend gekennzeichnet zu haben. Die Affäre kostete Guttenberg am Ende sein Amt. Der Doktortitel wurde ihm inzwischen von der Universität Bayreuth aberkannt. Derzeit läuft gegen Guttenberg ein Ermittlungsverfahren wegen Urheberrechtsverletzung, das bald zur Anklage gebracht werden soll. Nach seinem Rücktritt Anfang März ging Guttenberg in die USA, wo er sich in der Nähe von New York ein Millionenanwesen gekauft haben soll.
Der «angesehene Staatsmann»
Sein offizieller Titel beim CSIS lautet: «Distinguished Statesman», was so viel bedeutet wie «angesehener Staatsmann». «Es ist mir eine Ehre, Minister Guttenberg am CSIS zu begrüssen», liess CSIS-Präsident John Hamre in einer Stellungnahme gegenüber «Spiegel online» verlauten. Den 40-Jährigen zeichne eine «tiefe Hingabe zur transatlantischen Partnerschaft» aus. Zudem, so die CSIS-Stellungnahme, habe Guttenberg als Verteidigungsminister die bedeutendste Bundeswehrreform seit 1995 verantwortet.
Guttenberg soll am Institut laut «Spiegel online» ein neues Dialogformat zu Fragen der transatlantischen Beziehungen leiten. Für seine Tätigkeit erhält er kein Honorar.
Das CSIS gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten der vielen Thinktanks in den USA und ist unabhängig gegenüber Demokraten und Republikanern. Es liefert Entscheidungsträgern Studien und Analysen, unter anderem zu wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragen. Die Denkfabrik hat rund 200 Mitarbeiter und ein Jahresbudget von knapp 30 Millionen Dollar, der grösste Teil davon sind Spenden.
Erstellt: 29.09.2011, 10:09 Uhr
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20 Kommentare
Da haben sich die Amis einen Verzweifelten mit Insiderwissen vom Verteidigungsministerium an Land gezogen. Schön, dass es für Betrüger noch Karriereoptionen gibt. Vielleicht kriegt er auch eine Schreibkraft, damit er sich nicht wieder zwischen Gänsefüsschen und Fussnoten verheddert. Antworten
Das unglaubliche an den narzistischen Politikern ist und bleibt: Die Ratten kommen irgendwann wieder aus den Löchern und werden von anderen Ratten mit Trara begrüsst. UNGLAUBLICH!!! Der normale Büezer wäre nach einer Lüge in seinem Lebenslauf ruiniert und würde nie mehr auf die Beine kommen. Antworten
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