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Deutscher Stromkonzern schiebt das Atomrisiko nach Holland ab
Aktualisiert am 19.05.2011 10 Kommentare
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Nur 180 Kilometer liegen zwischen dem niederländischen Borssele und der deutschen Grenze. Doch energiepolitisch trennen die beiden Nachbarländer Welten: Während die deutsche Regierung über den Atomausstieg diskutiert, wollen die Niederländer an der Atomenergie festhalten. Genau dies versucht sich nun der deutsche Energiekonzern RWE zunutze zu machen: Er treibt offenbar Pläne für die Beteiligung am Bau eines neuen Atommeilers im niederländischen Dorf voran – und verlagert damit gewissermassen das Problem von Deutschland nach Holland. Als «Trick mit der Grenze» bezeichnet die «Süddeutsche Zeitung» dieses Vorgehen, nachdem der «Spiegel» die angeblichen Pläne von RWE diese Woche publik gemacht hat.
Aktionäre kritisieren RWE
Der neue Meiler soll 1000 bis 1600 Megawatt Strom produzieren und 5 Milliarden Euro kosten. Die Arbeiten sollen schon 2015 beginnen. Beteiligt sich RWE am Bau, könnte künftig Strom aus den Niederlanden in die Bundesrepublik fliessen. Bereits gesichert hat sich das Unternehmen aus Essen eine Beteiligung von 30 Prozent am schon bestehenden Kernkraftwerk am gleichen Standort. Es ist das einzige AKW in den Niederlanden. RWE hat sich mit dem Energieversorger Delta auf eine Summe von 600 Millionen Euro geeinigt.
Dass RWE an der Atomkraft festhalten will, sorgt bei den Aktionären des zweitgrössten deutschen Stromversorgers für Unmut. An der Hauptversammlung wurde die Unternehmensführung dafür kritisiert. Die «Süddeutsche Zeitung» spricht von «einer gewissen Sturheit», mit der sich RWE-Chef Jürgen Grossmann «als unbedingter Freund der Atomkraft gebe». Dass sich RWE in Borssele tatsächlich am Bau eines zweiten Meilers beteiligt, ist allerdings offiziell noch nicht bestätigt worden. Das Unternehmen gibt sich zu den Gerüchten zugeknöpft. «Es gibt hierzu überhaupt keinen Beschluss», sagte ein RWE-Sprecher gegenüber der «Welt».
Erstellt: 19.05.2011, 18:17 Uhr
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10 Kommentare
Eigentlich hat Deutschland gute Vorarbeit geleistet, zerstrittene Interessen, zerstrittene Linke und Rechte, kein richtiges Konzept, Energiekonzerne mit schlechtem Ruf beim Volk, ein Strompreismarketing eher wie man Konsumenten schröpft, da könnten wir nur lernen! Diese Fehler unbedingt vermeiden und mit 60% Wasserkraftanteil ist unser Atom-Ausstieg auch viel einfacher und machbar. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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