Ausland

Deutsches Staatsdefizit steigt um das Siebenfache

Aktualisiert am 30.09.2009

Der deutsche Staat hat im letzten Halbjahr 57 Milliarden Euro mehr ausgegeben, als er eingenommen hat. Das ist angesichts der Gesamtschulden jedoch nur die Spitze des Eisbergs.

Staatshilfe liess das Defizit steigen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der abgewählte Finanzminister Peer Steinbrück am 21. September in Berlin.

Staatshilfe liess das Defizit steigen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der abgewählte Finanzminister Peer Steinbrück am 21. September in Berlin.
Bild: Keystone

Die Kosten für die Bankenrettung, die Konjunkturpakete und die Kurzarbeit haben im ersten Halbjahr 2009 ein grosses Loch in den deutschen Staatshaushalt gerissen. Das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen summierte sich auf 57,2 Milliarden Euro.

Vor einem Jahr hatte das Halbjahresdefizit noch bei 7 Milliarden Euro gelegen. Grund für die negative Entwicklung seien vor allem die enormen Kosten für den Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Dadurch stiegen die Ausgaben um 8,1 Prozent, während die Einnahmen um 1,7 Prozent sanken. Insgesamt stand der deutsche Staat Ende Juni mit 1602 Milliarden Euro in der Kreide. Das waren 5,7 Prozent mehr als Ende 2008. (oku/sda)

Erstellt: 30.09.2009, 09:48 Uhr


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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.