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Die Wut der Griechen auf die Regierung entlädt sich in Gewalt
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Bei Ausschreitungen während Protesten gegen das Sparprogramm der griechischen Regierung sind am Samstag neun Menschen verletzt worden. Vermummte Jugendliche bewarfen in Athen Polizisten mit Molotow-Cocktails und Steinen. An den von den Gewerkschaften organisierten Demonstrationen in mehreren Städten beteiligten sich Tausende. Allein in Athen gingen laut Polizei 17'000 Menschen auf die Strasse. Die Gewerkschaften riefen für Mittwoch zu einem landesweiten Streik auf.
Die Demonstranten in der Hauptstadt zogen vor die Büros der EU und weiter zur US-Botschaft. Schwarz gekleidete Randalierer scherten aus dem Protestzug aus und setzten das Fahrzeug eines Fernsehsenders in Brand, warfen Schaufenster ein und errichteten Barrikaden aus brennenden Mülleimern. Der frühere Parlamentspräsident Apostolos Kaklamanis wurde inmitten einer Gruppe Fussgänger mit Plastikflaschen beworfen. Sieben Polizisten und zwei Demonstranten wurden verletzt, es gab mindestens neun Festnahmen. Auch in Saloniki kam es am Rande einer Demonstration von mehr als 5000 Menschen zu kleineren Ausschreitungen zwischen Anarchisten und Sicherheitskräften.
Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte seine Landsleute am Freitag auf neuerliche Einschnitte eingestimmt und erklärt, es gehe darum, Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) verhandeln derzeit mit der griechischen Regierung über Beistandskredite. Die Verhandlungen sollen bis Sonntag abgeschlossen sein.
Regierung will indirekte Steuern erhöhen
Das Kabinett in Athen soll am Sonntagmorgen über die geplanten Massnahmen abstimmen, gegen Mittag will Papandreou sie bekanntgeben und anschliessend zur Sondersitzung der Euro-Finanzminister nach Brüssel fliegen. Dem Vernehmen nach müssen sich Beamte sowie Rentner und Pensionäre auf weitere Kürzungen einstellen. Ausserdem sollen indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer noch einmal erhöht werden.
Die geplanten Massnahmen seien tödlich, sagte einer der Demonstranten am Samstag, Nikos Diamantopoulos. «Wie werden die Menschen morgen leben, wie werden sie überleben?» Virginia Kalapotharakou, die in Piräus auf die Strasse ging, warf der Regierung «sehr rückschrittliche» Massnahmen vor. Damit gingen alle hart erkämpften Erfolge der vergangenen Jahre verloren. (vin/ddp)
Erstellt: 01.05.2010, 19:32 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





