Ausland

«Dieser Krieg ist eine Farce»

Aktualisiert am 22.12.2009

In Grossbritannien haben Familien von in Afghanistan getöteten Soldaten fast 30'000 Unterschriften gegen den Einsatz ihrer Armee am Hindukusch gesammelt.

Trauer: Menschen säumen die Strasse bei der Beerdigung von Corporal Lance Drane vom ersten Bataillon des Royal Anglian Regiment.

Trauer: Menschen säumen die Strasse bei der Beerdigung von Corporal Lance Drane vom ersten Bataillon des Royal Anglian Regiment.
Bild: Reuters

«Dieser Krieg wurde unter falschen Vorwänden und mit ungenügender finanzieller und materieller Ausstattung begonnen», sagte der Vater eines in Afghanistan getöteten Soldaten am Montag bei der Übergabe einer Petition am Regierungssitz von Premier Gordon Brown. «Dieser Krieg ist eine Farce. Er ist unmoralisch und ungerecht», fügte ein anderer Angehöriger hinzu.

In Grossbritannien ist der Einsatz in Afghanistan auch deshalb umstritten, weil die Zahl getöteter Soldaten im Jahr 2009 sprunghaft gestiegen ist. Seit Januar starben mehr als hundert Armeeangehörige, insgesamt waren es seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2001 nach offiziellen Angaben 241.

Nach den USA das grösste Kontingent

Grossbritannien stellt in Afghanistan mit 9000 Soldaten das grösste Truppenkontingent nach den USA. Brown hatte Mitte Oktober angekündigt, dass Grossbritannien die Zahl seiner Soldaten auf 9500 aufstocken werde. (se/sda)

Erstellt: 22.12.2009, 09:51 Uhr

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