Ausland

Ein Toter bei G-20-Protesten in London

Aktualisiert am 02.04.2009 2 Kommentare

Bei den Protesten zum Weltfinanzgipfel in London kam in der Nacht ein Mensch ums Leben. Die Polizei erwartet für heute weitere Aktionen.

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Die Mächtigen feiern ihren Triumph. Der amerikanische Präsident Barack Obama, der italienische Premier Silvio Berlusconi und der russische Präsident Dimitri Medwedew in London.
Bild: Keystone

   

Der Mann war nach Angaben der Polizei am Mittwochabend bewusstlos auf der Strasse zusammengebrochen und auf dem Weg ins Spital gestorben. Ein Fremdverschulden lag gemäss einem Augenzeugen nicht vor. Die Polizei war alarmiert worden, nachdem der Mann bewusstlos auf dem Trottoir zusammengebrochen war.

Randalierer bewarfen die Beamten, die sich um den Mann kümmern wollten, mit Flaschen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann sei auf dem Weg ins Spital gestorben. Das Alter des Zusammengebrochenen wurde auf etwa 30 Jahre geschätzt.

Mehrere Verletzte

Die Proteste gegen den G-20-Gipfel hatten am Mittwochmittag begonnen. Tausende Demonstranten gerieten mit der Polizei aneinander. Bei zum Teil schweren Krawallen wurden mehrere Polizisten und Demonstranten verletzt. Die Krawallmacher belagerten stundenlang das Bankenviertel.

Eine Filiale der Royal Bank of Scotland wurde gestürmt. Randalierer zerschlugen Fenster, warfen Gegenstände aus dem Gebäude und beschmierten die Wände. Der mit Schlagstöcken und Schutzschilden ausgerüsteten Polizei gelang es nicht, die wütende Menge in Schach zu halten.

Über 20 Personen verhaftet

Rund 5000 Demonstranten hatten nach offiziellen Angaben lautstark gegen Kapitalismus, Kriege und die Zerstörung der Umwelt protestiert. Mit Sprüchen wie «Bestraft die Plünderer» und «Wir brauchen sauberen Kapitalismus» zogen sie zunächst zur Notenbank, die sie ebenfalls stürmen wollten.

Zahlreiche Strassen und Eingänge zu Bahnhöfen wurden gesperrt. Die Polizei kesselte Randalierer zeitweise ein. Bis am Abend wurden laut Scotland Yard mehr als 20 Menschen festgenommen. Die Polizei ist über die Gipfeltage mit rund 5000 Beamten im Einsatz.

Die Polizei warnte vor weiteren Ausschreitungen. Am heutigen Gipfeltreffen diskutieren die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Wege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise. (oku/sda)

Erstellt: 02.04.2009, 08:53 Uhr

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2 Kommentare

Franz Klammer

02.04.2009, 14:22 Uhr
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Und dies ist der Anfang. Sollten die Regierungen, Wirtschaftsführer und Manager keine Lösung finden ist dieser Ausbruch von Auswegslosigkeit nur der Anfang. Wer Unrecht sät wird dies auch ernten. Sollten sich alle Ospels, Honeggers, Ackermanns und Grübels merken Antworten


Hans Rudolf Amman

06.04.2009, 22:28 Uhr
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Das ist nicht der Anfang, Herr Klammer. Wenn es um Leben und Tod geht, Tausende mitprügeln, Personen mit Schusswaffen und Munition aufgegriffen werden, dann sind wir schon mittendrin. Unrecht waren nicht die Wenigen, sondern die, die sich über fette Dividenden gefreut haben, deren Aktien immer steiler anstiegen und den Hals nicht vollkriegten..und das sind sehr sehr viel mehr -die meisten von uns- Antworten




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