Eine Million «Charlie Hebdo»-Hefte verkauft

Das Sonderheft der Pariser Satirezeitschrift ist bereits ausverkauft. Nun wird die Spezialausgabe zum Jahrestag der Attacke nachgedruckt.

Grosse Nachfrage: Spezialausgabe von «Charlie Hebdo» an einem Kiosk in Paris. (6.1.2015)

Grosse Nachfrage: Spezialausgabe von «Charlie Hebdo» an einem Kiosk in Paris. (6.1.2015) Bild: Jacques Demarthon/AFP

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Die Sonderausgabe von «Charlie Hebdo» ist ein Verkaufserfolg. Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung liess der Verlag eine Million Stück davon drucken: Weil die erste Auflage bereits vergriffen ist, kündigten die Blattmacher neue Exemplare an. Die Nachfrage nach der Sonderausgabe sei «grösser als erwartet». Deswegen würden den Kiosken neugedruckte Hefte geliefert.

Die Sonderausgabe war am Mittwoch in den Handel gekommen, einen Tag vor dem Jahrestag des blutigen Anschlags vom 7. Januar 2015. Mit der Titelseite setzte die religionskritische Satirezeitung wieder auf eine Provokation: Zu sehen ist ein blutverschmierter, bärtiger Gott mit einer umgehängten Kalaschnikow. Die Überschrift lautet «Ein Jahr danach: Der Mörder ist noch immer auf der Flucht.»

Rekord in Mediengeschichte

Schwerbewaffnete Islamisten hatten bei der Attacke auf die Redaktion der für ihre Mohammed-Karikaturen bekannten Satirezeitung zwölf Menschen getötet, unter ihnen die bekannten «Charlie Hebdo»-Zeichner Charb, Cabu, Honoré, Tignous und Wolinski. Die eine Woche nach dem Anschlag veröffentlichte Ausgabe der überlebenden Karikaturisten wurde fast acht Millionen Mal verkauft – ein Rekord in der französischen Mediengeschichte.

Derzeit werden wöchentlich rund 80'000 Exemplare der Satirezeitung verkauft, vor dem Anschlag waren es rund 30'000 Exemplare. Nach der islamistischen Attacke stieg die Zahl der Abonnenten zudem sprunghaft auf mehr als 200'000 an. (ij/AFP)

(Erstellt: 08.01.2016, 21:10 Uhr)

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