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Französisches Haushaltsloch immer tiefer: 51 Milliarden Euro

Aktualisiert am 09.12.2008

Der französische Staat hat wegen der Finanzkrise in den ersten zehn Monaten 2008 rund 60,7 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen.

Das Defizit sei um acht Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor, teilte das Budgetministerium am Dienstag in Paris mit. Die Nationalversammlung debattierte am Dienstag über einen Nachtragshaushalt, der für 2008 ein Defizit von 51,4 Milliarden Euro oder 2,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) vorsieht.

Ursprünglich war nur ein Anstieg des Budgetdefizits gegenüber 2007 von 38,4 auf 41,7 Milliarden Euro vorgesehen gewesen. Die Regierung führt die Verschlechterung auf sieben Milliarden Euro Einnahmeausfälle und auf Mehrausgaben zurück.

2009 soll das Defizit wegen der Kosten des Konjunkturprogramms auf 76 Milliarden Euro oder rund vier Prozent des BIP steigen. Der Rechnungshof warnt aber, die Zahlen seien zu optimistisch, weil einige Ausgaben unterschätzt würden. Davon seien 4,6 Milliarden für 2009 schon identifiziert. (se/sda)

Erstellt: 09.12.2008, 15:38 Uhr

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