Ausland
Geschmorte Katze
Von Oliver Meiler. Aktualisiert am 16.02.2010
«Essen wir nicht Hasen, Hühner, Tauben?», fragte «Beppe» Bigazzi seine junge Ko-Moderatorin, «die Katze hat ein schönes weisses Fleisch, es ist wunderbar deliziös, ich habe oft davon gekostet.» Am besten sei Katze «in umido», an einer Sauce also.
Bigazzi stammt aus dem Valdarno in der Toscana. Und es besteht kein Zweifel, dass sie im Tal auch gerne mal Katze essen. Nur hätte er wahrscheinlich besser nicht dafür geworben, am öffentlichen Fernsehen obendrein. Bigazzi wurde bis auf weiteres suspendiert.
Die Tierschützer sind aufgebracht: Carla Rocchi, Präsidentin der nationalen Tierschutzbehörde, zeigte Bigazzi an. Auch die Grünen wollen ihn vor dem Richter sehen. Und die italienische Staatssekretärin für Veterinärwesen, Francesca Martini, nannte den Vorfall «absolut schwerwiegend». Bigazzi drohen bis zu 18 Monate Haft wegen «Anstiftung zur Tierquälerei», handelt es sich doch bei der Katze um ein Haustier - auch im Valdarno.
«Die Küche des guten Menschenverstandes»
Es ist dies eine kuriose Karrierewende für einen Mann, der sich seit vielen Jahren um die Erhaltung der italienischen Esskultur verdient macht und dafür ausgezeichnet wurde. Sein jüngstes Buch trägt den schönen, wenn auch unpassenden Titel «Die Küche des guten Menschenverstandes». (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 16.02.2010, 08:21 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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