Hollande begnadigt verurteilte Mörderin

Eine Französin wurde wegen Erschiessung ihres Mannes zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach einer öffentlichen Protestwelle wird sie nun vorzeitig entlassen.

Erschoss nach fast 50 Jahren Ehe-Martyrium ihren Mann: Jacqueline Sauvage (r.) mit ihrer Anwältin im Gerichtssaal in Blois, Frankreich, am 3.Dezember 2015.

Erschoss nach fast 50 Jahren Ehe-Martyrium ihren Mann: Jacqueline Sauvage (r.) mit ihrer Anwältin im Gerichtssaal in Blois, Frankreich, am 3.Dezember 2015. Bild: Philippe Renaud/Corbis Out/EPA/Keystone

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Die wegen Mordes an ihrem Ehemann verurteilte Französin Jacqueline Sauvage darf das Gefängnis vorzeitig verlassen. Dies ordnete Präsident François Hollande am Sonntag an. Zwei Tage zuvor hatte ihn deren Töchter bei einem Treffen um eine Begnadigung ihrer Mutter gebeten. Gemäss der Verfassung kann der Staatschef entweder einen solchen Gnadenakt aussprechen oder eine Haftstrafe reduzieren.

Nach fast 50 Jahre langem Ehe-Martyrium aus häuslicher und sexueller Gewalt erschoss Sauvage im Jahr 2012 ihren Mann mit einem Gewehr. Den Töchtern zufolge, die ebenfalls misshandelt wurden, spielten sich die Übergriffe hinter verschlossenen Türen ab. Für die Tat wurde Sauvage im Dezember zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Gegen das Urteil regte sich Protest und eine Welle der Solidarität für Sauvage, die von Frauengruppen, Politikern und Stars getragen wurde. (chi/sda)

(Erstellt: 01.02.2016, 04:10 Uhr)

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