Italien: Opferzahl nach Beben steigt auf 291
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Zwar setzten Rettungsmannschaften am Samstag die Suche fort, doch fanden sie nur Leichen. Die Zahl der Toten der Naturkatastrophe stieg auf 291. Die Zivilschutzbehörde signalisierte, dass die Suche nach Überlebenden am Sonntag eingestellt werden soll. Zuletzt hatten Retter am Dienstag eine 20-Jährige lebend geborgen.
Die Regierung kündigte unterdessen eine Untersuchung zum Einsturz vieler moderner Gebäude an, die eigentlich erdbebensicher gebaut sein sollten. Präsident Giorgio Napolitano hatte Pfusch als mögliche Ursache für den Kollaps der Gebäude genannt. Die Staatsanwaltschaft von L'Aquila leitete eine Untersuchung ein, um festzustellen, ob Bauregeln missachtet wurden.
EU schickt Expertenteam
Viele Gebäude in den Abruzzen sind ausserdem einsturzgefährdet. Italien erhält nun bei der Untersuchung dieser Gebäude Hilfe von der EU. Die EU werde Anfang kommende Woche ein Expertenteam nach Italien schicken, teilte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas in Brüssel mit.
Die Vermessungsexperten sollen die Stabilität der Gebäude überprüfen. Italien habe sich Anfang vergangener Woche mit der Bitte um Unterstützung nach Brüssel gewandt. Durch das Erdbeben sind nach Schätzungen fast 40'000 Menschen obdachlos geworden, von denen 24'000 in Zeltlagern untergebracht wurden.
Vorbereitungen auf Osterfeiern
In den 32 Zeltlagern wurde am Samstag mit der Aufstellung von Altaren für die Ostermessen begonnen. Über 100 Priester sollen diese zelebrieren.
Ein Vatikasprecher teilte mit, der Papst habe eine beträchtliche Geldsumme für den Wiederaufbau der Region gespendet. Damit die obdachlosen Kinder zu Ostern etwas Süsses haben, schickte Benedikt XVI. ausserdem 500 grosse Schokoladeneier in die Abruzzen.
500 Lämmer für die Obdachlosen
Für die Messen entsandte er Öl und Kelche. Pfarrer aus dem ganzen Land hätten Hostien und Wein geschenkt. Den Obdachlosen werden ausserdem am Ostersonntag 500 Lämmer serviert. (cpm/sda)
Erstellt: 11.04.2009, 14:55 Uhr
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