Ausland

Italien baut wieder Atomkraftwerke

Aktualisiert am 09.07.2009

23 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist in Italien der Ausstieg aus dem Atomausstieg besiegelt.

Nach der Abgeordnetenkammer billigte am Donnerstag auch der Senat in letzter Lesung die umstrittene Vorlage zum Neubau von Kernkraftwerken. Über das Gesetz wurde im Parlament monatelang hart gerungen. Die Italiener hatten sich 1987 - ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - in einem Referendum für den Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich jedoch lange für eine Aufhebung dieser Entscheidung stark gemacht und dabei vor allem auf die extrem hohen Strompreise in Italien verwiesen. Die Regierung dürfte nun bald einen Standort für den ersten neuen Reaktor bestimmen und einen Beschluss zur Entsorgung des radioaktiven Abfalls fassen. (vin/ap)

Erstellt: 09.07.2009, 18:40 Uhr


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