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Italiener laufen gegen Sparpläne Sturm
Aktualisiert am 12.12.2011 11 Kommentare
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Die drei grössten Gewerkschaftsverbände Italiens haben heute ihre Drohungen wahr gemacht: Zehntausende Beschäftigte legten aus Protest gegen die Sparmassnahmen der Regierung Monti die Arbeit nieder und beteiligten sich an Demonstrationen in mehreren Städten.
Damit eröffneten die italienischen Gewerkschaften eine Streikwoche mit vielen kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen in unterschiedlichen Branchen und Bereichen. Zur genauen Beteiligung an der Arbeitsniederlegung gab es zunächst keine offiziellen Zahlen. Sowohl Angestellte aus dem Öffentlichen Dienst wie Postbeamte und Lehrer als auch zahlreiche Arbeiter etwa aus der Automobilindustrie legten ihre Arbeit nieder.
Hinter dem Widerstand gegen die Sparpolitik des neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti stehen die Gewerkschaftsverbände CGIL, CISL und UIL. Seit sechs Jahren hatten die drei grössten Gewerkschaftsverbände nicht mehr gemeinsam an einer Grosskundgebung teilgenommen.
Gescheiterte Verhandlungen
Monti hatte bei einem Treffen mit den Gewerkschaften am Sonntagabend noch einen letzten Versuch unternommen, den Streik abzuwenden. Die Arbeitnehmerorganisationen zeigten sich jedoch unnachgiebig und bestätigten den Streik. Besonders bemängelt wird das Fehlen von Kürzungen auf der Seite der Wohlhabenden.
«Montis Sparplan ist unfair, weil die Opfer, die von den einkommensschwächeren Familien gefordert werden, wesentlich grösser als jene sind, die von den Reichen verlangt werden», betonte die CGIL-Chefin Susanna Camusso und kündigte weitere Protestaktionen an.
Konzertabsage
Den Auftakt machten die Metallarbeiter, die für acht Stunden in den Ausstand traten. In Turin, dem Sitz des Autoherstellers Fiat, gingen hunderte Fiat-Mitarbeiter und andere Metallarbeiter auf die Strasse, um zu demonstrieren.
Das Mailänder Opernhaus La Scala musste ein Konzert absagen, weil Bühnenarbeiter in den Ausstand getreten waren. Durch die Strassen von Genua marschierten Arbeiter gemeinsam mit Studenten, die gegen Kürzungen im Bildungshaushalt protestierten. Für den Abend riefen Gewerkschaften zu einer Demonstration vor dem Parlament in Rom auf.
Zu einer Grossdemonstration kam es in Turin, wo einige Demonstranten stundenlang den Bahnhof belagerten. Der öffentliche Nahverkehr war von den Streiks noch nicht betroffen, allerdings riefen Gewerkschaften dieses Sektors für kommenden Donnerstag und Freitag zum Ausstand auf.
Der Aktienindex der Mailänder Wertpapierbörse fiel am Montag um zwei Prozent. Der Richtpreis für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg um 0,52 Prozentpunkte auf 6,76 Prozent.
Hürdenreicher Weg
Der frühere EU-Kommissar Monti hatte vor einer Woche im Schnellverfahren das Milliarden-Sparpaket mit Kürzungen in Höhe von 24 Milliarden Franken auf den Weg gebracht, um das hoch verschuldete Italien aus dem Visier der Finanzmärkte zu nehmen.
Den Sparplänen steht noch ein hürdenreicher Weg in der italienischen Abgeordnetenkammer bevor. 1'300 Abänderungsanträge haben die im Parlament vertretenen Parteien eingereicht. Monti will die Reformen und Kürzungen bis Weihnachten durchs Parlament bringen.
Italien hat, gemessen an der Wirtschaftsleistung, nach Griechenland den höchsten Schuldenstand der Eurozone und sitzt auf einem Schuldenberg von circa 1,9 Billionen Euro (fko/sda)
Erstellt: 12.12.2011, 11:34 Uhr
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11 Kommentare
Ist doch immer das gleiche. Die welche nun geschröpft werden sind diejenigen die jetzt schon den unteren Schichten angehören. Warum gehen denn nicht die Italienischen Politiker mit gutem Beispiel voran, deren Saläre in der EU Zone mit Abstand die höchsten sind. Irgendwann ist der Durschnittsitaliener mit der Geduld am Ende und es werden wieder anarchische Zustände wie in den 70er herrschen. Antworten
ihr werdet sehen Super Mario kocht nur mit wasser ,was er jetzt anstellt bricht italien das genick !Denn die reichen und die mächtigen haben über die verhältnisse gelebt ,und nun sollen die unteren bezahlen und zwar happig.Dieses ansinnen geht in die HOSE herr monti.Dies hätte Berlusconi auch gekonnt.
Sowas von arroganz ,er wird sturm ernten.
Die italiener werden nicht mitmachen
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