Ausland

Jetzt geht es um die Eurobonds

Aktualisiert am 21.11.2011 6 Kommentare

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy treffen sich am Donnerstag zum nächsten Krisentreffen – zusammen mit Mario Monti. Die Frage nach der Einführung von Eurobonds wird immer dringlicher.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy am G-20-Gipfel in Cannes. (2. November 2011)

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy am G-20-Gipfel in Cannes. (2. November 2011)
Bild: Keystone

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Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Donnerstag mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti treffen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, das Treffen werde in Frankreich stattfinden, der Ort stehe aber noch nicht fest. Möglicherweise wird die Begegnung in Strassburg sein.

Das Trio wird sich vermutlich auch mit dem Thema Eurobonds befassen. Voraussichtlich am Mittwoch will die EU-Kommission eigene Vorschläge dazu machen. Seibert bekräftigte die Abneigung Merkels gegen Gemeinschaftsanleihen. Allerdings werde bei dem Dreiertreffen über alles gesprochen, was «auf dem Tisch» liege.

Monti kündigte in Rom das Treffen der Vertreter der grössten Volkswirtschaften in der Eurozone an. Bereits am Dienstag kommt der neue Regierungschef des von der Schuldenkrise gebeutelten Landes mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy zusammen.

Merkel telefoniert mit Rajoy

Merkel telefonierte heute mit dem voraussichtlich nächsten Regierungschef Spaniens, dem konservativen Wahlsieger Mariano Rajoy. Sie bot Rajoy an, die enge Zusammenarbeit beider Länder fortzusetzen. Rajoy löst vermutlich den sozialistischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero ab und erbt von ihm die Aufgabe, das hoch verschuldete Spanien zu sanieren und zu reformieren.

(jak/dapd)

Erstellt: 21.11.2011, 14:28 Uhr

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6 Kommentare

marcel roost

21.11.2011, 14:54 Uhr
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Merkel wird nach ihren vielen Neins in der nächsten Zeit ja sagen zu Eurobonds, damit die EU nicht total auseinanderfällt. Sie macht das gegen den Willen der Deutschen und der Deutschen Bundesbank und wird DE somit in die Pleite reiten. Leider hat auch sie kein Rückgrat. Diese Krise kann nur gelöst werden, wenn die Ausgabendefizite in Ordnung gebracht werden. z.B. zahlt DE 120 Mrd Sozialabg. p.a. Antworten


Andreas Meier

21.11.2011, 14:57 Uhr
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Diese Eurobonds werden von Investoren kaum gross gekauft werden - wozu auch, wenn die halbe Eurozone bald pleite geht? Ich frage mich, für wie naiv die Politiker uns Investoren eigendlich halten? Persönlich würde ich heute selbst Deutschland kein Geld mehr leihen - höchstens wenn die D-Mark zurückkehren würde und auch dann nur für minimum 8% Zins - in Form einer Goldgedeckten Anleihe! Antworten




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