Ausland
Joe Ackermanns Gästeliste
Aktualisiert am 26.08.2009 29 Kommentare
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Zum Geburtstagsfest, über das die deutschen Sozialdemokraten jetzt öffentliche Rechenschaft verlangen, waren 30 Gäste eingeladen – die sich vier Stunden lang bewirten liessen. Um 19 Uhr seien die Gäste am 22. April 2008 im Kanzleramt eingetroffen, wie «Spiegel Online» schreibt.
Selbstverständlich anwesend waren die Gastgeberin, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, und der Ehrengast, der Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann. Auf den übrigen Sesseln sassen illustre Vertreter der Elite aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, wie heute die «Financial Times Deutschland» schreibt:
- Arend Oetker, Unternehmer
- Jürgen Hambrecht, Chef des Chemiemultis BASF
- Werner Wenning, Chef des Pharmaunternehmens Bayer
- Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts
- Mathias Döpfner, Chef des Axel Springer Verlages («Welt», «Bild»)
- Maria-Elisabeth Schaeffler, Unternehmerin
- Roland Berger, Berater
- Gerhard Cromme, VR-Präsident des Technologiekonzerns Siemens
- Annette Schavan, Forschungsministerin (CDU)
- Frank Elstner, TV-Moderator
Jeder der Gäste habe sich, nachdem man am grossen Tisch Platz genommen habe, zunächst vorgestellt, wie «Spiegel Online» mit Verweis auf einen der Gäste berichtet. Jeder habe ein wenig aus seinem Fachgebiet erzählt.
Aufregung machte schnell die Runde
Dass diese Feier stattgefunden hat, hätte die Öffentlichkeit gemäss dem Blatt längst wissen können: Schon vor Monaten hatte die Linke eine entsprechende Anfrage im Parlament beantwortet bekommen. Vor zwei Wochen jedoch erzählte Ackermann in einem ZDF-Porträt in einem Nebensatz von der Feier – und weil diese illustre Information den Sozialdemokraten jetzt, in der Wahlkampfzeit, so gelegen kommt, machte die Aufregung schnell die Runde.
Für die «Süddeutsche Zeitung» ist diese übrigens unbegründet. Solche Einladungen im Kanzleramt seien durchaus üblich: «Die Kanzlerin bittet häufig Gäste zu Tisch, wie übrigens ihre Vorgänger auch.» Im Kanzleramt habe sich schon mancher Gast satt gegessen, meint die SZ trocken, «übrigens auch mancher Journalist». Die «künstliche Debatte», so ist das Blatt überzeugt, entzünde sich lediglich an der Reizfigur Joe Ackermann. (oku)
Erstellt: 26.08.2009, 11:33 Uhr
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29 Kommentare
SPD und Grüne sind heuchler. Wenn die Deutsche Bank und Ackermann beim Fall GM der Bundeskanzlerin nicht entgegengekommen wären, gingen zig tausende Arbeitsplätze verloren. Da kann man auch mal ein Dankeschön von den Sozialisten erwarten anstatt andauernde Beschimpfungen! Antworten
War denn auch der Berater der Deutschen Bank für den Bereich Investmentbanking, Alan Greenspan http://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Greenspan unter den Gästen, denn es war ja auch jener Grossaktionär der Deutschen Bank, Roland Berger, unter ihnen. Seitens der Kanzlerin war übrigens die Einladung Ackermanns nebst seinen Gästen ins Kanzleramt in meinen Augen ein kluger Schachzug. Gudrun Seidl Antworten
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