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Kölner Skandalnacht: 42 Seiten Horror

Aktualisiert am 11.01.2016 303 Kommentare

Körperverletzung, grobe sexuelle Belästigung und Raub. Der Polizeibericht zu den Vorkommnissen in Köln hat es in sich. Lesen Sie ihn hier im Wortlaut.

Nach der Skandalnacht von Köln kam es vor dem Dom zu einer Demonstration gegen Sexismus und Gewalt.

Nach der Skandalnacht von Köln kam es vor dem Dom zu einer Demonstration gegen Sexismus und Gewalt.
Bild: Keystone

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Wegen der sexuellen Übergriffe sind mittlerweile mehr als 500 Anzeigen eingegangen. Wie viele Verurteilungen es geben werde, sei jedoch ungewiss, sagte Ralf Jäger, Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen: «Hier falsche Hoffnungen zu wecken, wäre unredlich gerade gegenüber den Frauen, die Opfer dieser entfesselten Männerbanden wurden.»

Einen Einblick, wie die Ermittlungen vorangehen, liefert der deutsche Journalist Florian Pfitzner auf Twitter – dort veröffentlichte er zwei Auszüge aus dem Polizeibericht. Das Protokoll zeigt: Mehrheitlich waren die geschädigten Personen weiblich, alle wurden sexuell belästigt, teils sogar schwer. Die männlichen Opfer wurden entweder bedrängt oder gar tätlich angegriffen.

Im detaillierten Bericht des Polizeipräsidiums Köln nahm die Polizei auch Stellung zu den Vorwürfen, dass die Einsatzkräfte sichtlich überfordert waren: «Dieser Eindruck kann nicht bestätigt werden. Alle Polizeikräfte waren hochengagiert bemüht, die Lage zu bereinigen und Schaden abzuwenden.» Ausserdem standen gemäss dem Bericht 140 Beamten im Einsatz. «Mit dem Auftreten einzelner Tatverdächtiger in der Silvesternacht konnte konkret nicht gerechnet werden. Erst recht gab es keinerlei Hinweise auf die hohe Anzahl von Gefährdeten», heisst es weiter.

Brisant: Zudem wird erwähnt, dass «seit 2011 Täter aus nordafrikanischen Staaten einen erheblichen Anteil im Deliktsfeld Taschendiebstahl in Köln stellen». In den 123 geklärten Vorgängen seit 2014 wurden 210 Tatverdächtige erfasst, davon sind 156 aus Algerien, Marokko oder Syrien – danach folgen deutsche Staatsangehörige, mit acht Verdächtigen.

Hingegen neu seien Sexualdelikte: «Das Phänomen der massenhaften sexualisierten Gewaltstraftaten in Verbindung mit Eigentums- und Raubdelikten wie in der Silvesternacht wurde in Köln erstmalig festgestellt.»

19 Verdächtigte wurden in Bezug auf die Ereignisse an Neujahr vernommen. Bei zehn davon wurden keine polizeilichen Erkenntnisse festgestellt.

«Das haben meine Freundinnen alle schon erlebt»: Sexuelle Übergriffe sind für einige junge Zürcher Frauen nichts Unbekanntes, wie eine Umfrage von baz.ch/Newsnet zeigt (Video: Lea Blum). (fas)

Erstellt: 11.01.2016, 16:09 Uhr

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303 Kommentare

Meiri Kälin

11.01.2016, 16:22 Uhr
Melden 870 Empfehlung 19

Alle diejenigen, die diese Kulturen doch so begeistert und im Namen der Menschenrechte (die natürlich nur für die Fremden gelten), willkommen rufen, und nun so entsetzt tun, haben ganz offensichtlich keine Ahnung von diesen Kulturen. Erstaunlich, dass überhaupt darüber berichtet wird. Normalerweise würde man nun als Rassist und Fremdenhasser betitelt, wenn man diese Tatsachen vor den Weihnachten erzählt hätte. Antworten


Hannes Müller

11.01.2016, 16:24 Uhr
Melden 766 Empfehlung 9

Es geschah offensichtlich überall, Köln ist ja nur am prominentesten. Unterdessen hat auch Malmö von heftigen Übergriffen nach dem gleichen Muster berichtet (nach 11 Tagen Schweigen). Und von Zürich berichtete 20min. Und es ging nicht um eine missglückte Bemerkung eines alten Herrn an der Bar, sondern um klare und üble Machtdemonstrationen dieser Gruppen. Ich hoffe, das Ignorieren und Schönreden hat nun ein Ende. Antworten