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Kurz vor dem Tod erhielt er einen Warnanruf von der Downing Street
Aktualisiert am 27.06.2011 3 Kommentare
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Die Leiche von Christopher Shale wurde am Sonntagmorgen gegen neun Uhr in einer mobilen Toilette auf dem Gelände des Glastonbury-Festivals aufgefunden. Shale war Geschäftsmann, Vorsitzender der Konservativen im Wahlkreis West Oxfordshire und ein sehr guter Freund des britischen Premierministers David Cameron.
Laut «The Guardian» war aus Familienkreisen zu erfahren, dass der 56-Jährige am Samstagmittag eine Herzattacke erlitten hat. Genau um diese Zeit – um 12.30 Uhr – soll Shale einen Anruf von einem offiziellen Vertreter der Downing Street erhalten haben. Dieser teilte ihm mit, dass ein Dokument, in dem Shale seine eigene Partei scharf kritisierte, an die Öffentlichkeit gelangt sei. Informanten zufolge plane die «Mail on Sunday» einen Enthüllungsbericht.
«Schamlos, gierig und bestechlich»
Bei Shales Dokument handelte es sich laut «The Guardian» um ein strategisches Papier darüber, wie die konservative Partei neue Mitglieder gewinnen kann. Die schonungslose Wortwahl des Politikers mache klar, dass das Dokument nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Denn Shale bezeichnete seine Partei als «schamlos, gierig und bestechlich.» Eine radikale Umstellung sei dringend nötig.
Ob der Anruf mit der Herzattacke des Geschäftsmanns zusammenhängt, bleibt vorerst offen. Nach der Warnung von der Downing Street soll Shale noch Telefongespräche geführt haben. So berichtet Barry Norton, ein Ratsmitglied von West Oxfordshire, dass er am Samstagmittag mit ihm telefoniert habe. «Er war in einem einwandfreien gesundheitlichen Zustand. Er schien gefasst und sicher, dass die Sache kein grosses Thema werden wird.»
David Cameron ist bestürzt
Der Festivalveranstalter Michael Eavis sprach anfänglich von einem Selbstmord. Kurze Zeit später hat die Polizei die Aussagen widerrufen. Laut «The Guardian» hat Shale das Festival, an dem 170'000 Besucher gezählt wurden, mit seiner Frau Nikki und den drei Kindern besucht. Die Familie soll in einem Wohnwagen im VIP-Bereich übernachtet haben.
Nach dem Tod seines Freundes zeigt sich der britische Premierminister David Cameron bestürzt. Cameron sagte: «Eine wichtige Person in meinem Leben ist nun nicht mehr da.»
(wid)
Erstellt: 27.06.2011, 10:37 Uhr
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