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Kurz vor dem Tod erhielt er einen Warnanruf von der Downing Street

Aktualisiert am 27.06.2011 3 Kommentare

Christopher Shale – ein Freund des britischen Premiers David Cameron – ist auf einer Toilette auf dem Glastonbury-Festival tot aufgefunden worden. Nun sorgt ein geheimes Dokument, das an die Presse gelangt ist, für Wirbel.

Eine enge Freundschaft: «The Guardian» berichtet über den Tod von Christopher Shale (rechts). Er war ein guter Freund des britischen Premiers David Cameron (links).

Eine enge Freundschaft: «The Guardian» berichtet über den Tod von Christopher Shale (rechts). Er war ein guter Freund des britischen Premiers David Cameron (links).

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Freund von Cameron stirbt am Glastonbury-Festival

Freund von Cameron stirbt am Glastonbury-Festival
Ein enger Freund des britischen Premierministers ist gestern am 26. Juni 2011 in einer Toilette am Glastonbury-Musikfestival tot aufgefunden worden.

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Die Leiche von Christopher Shale wurde am Sonntagmorgen gegen neun Uhr in einer mobilen Toilette auf dem Gelände des Glastonbury-Festivals aufgefunden. Shale war Geschäftsmann, Vorsitzender der Konservativen im Wahlkreis West Oxfordshire und ein sehr guter Freund des britischen Premierministers David Cameron.

Laut «The Guardian» war aus Familienkreisen zu erfahren, dass der 56-Jährige am Samstagmittag eine Herzattacke erlitten hat. Genau um diese Zeit – um 12.30 Uhr – soll Shale einen Anruf von einem offiziellen Vertreter der Downing Street erhalten haben. Dieser teilte ihm mit, dass ein Dokument, in dem Shale seine eigene Partei scharf kritisierte, an die Öffentlichkeit gelangt sei. Informanten zufolge plane die «Mail on Sunday» einen Enthüllungsbericht.

«Schamlos, gierig und bestechlich»

Bei Shales Dokument handelte es sich laut «The Guardian» um ein strategisches Papier darüber, wie die konservative Partei neue Mitglieder gewinnen kann. Die schonungslose Wortwahl des Politikers mache klar, dass das Dokument nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Denn Shale bezeichnete seine Partei als «schamlos, gierig und bestechlich.» Eine radikale Umstellung sei dringend nötig.

Ob der Anruf mit der Herzattacke des Geschäftsmanns zusammenhängt, bleibt vorerst offen. Nach der Warnung von der Downing Street soll Shale noch Telefongespräche geführt haben. So berichtet Barry Norton, ein Ratsmitglied von West Oxfordshire, dass er am Samstagmittag mit ihm telefoniert habe. «Er war in einem einwandfreien gesundheitlichen Zustand. Er schien gefasst und sicher, dass die Sache kein grosses Thema werden wird.»

David Cameron ist bestürzt

Der Festivalveranstalter Michael Eavis sprach anfänglich von einem Selbstmord. Kurze Zeit später hat die Polizei die Aussagen widerrufen. Laut «The Guardian» hat Shale das Festival, an dem 170'000 Besucher gezählt wurden, mit seiner Frau Nikki und den drei Kindern besucht. Die Familie soll in einem Wohnwagen im VIP-Bereich übernachtet haben.

Nach dem Tod seines Freundes zeigt sich der britische Premierminister David Cameron bestürzt. Cameron sagte: «Eine wichtige Person in meinem Leben ist nun nicht mehr da.»

(wid)

Erstellt: 27.06.2011, 10:37 Uhr

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3 Kommentare

marie huysman

27.06.2011, 13:08 Uhr
Melden 97 Empfehlung

Die Artikelüberschrift suggeriert einen Skandal. Im Artikel erfolgt die banale Ernüchterung. Hat die Redaktion solch boulevardeskes Verhalten nötig? Antworten


Jens Gloor

27.06.2011, 14:01 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Herzinfarkt passt immer. Selbstmord auch - also bereits kontrovers. Mir fällt immer schwerer zu glauben, was offiziell 'mitgeteilt' wird... Antworten



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