Ausland
Lafontaine hört auf
Nach wochenlangen Spekulationen hat Linken-Chef Oskar Lafontaine am Samstag seinen Rückzug aus der deutschen Bundespolitik angekündigt. Er werde im Mai nicht mehr für den Vorstand der Linken kandidieren und sein Mandat im Bundestag niederlegen, sagte Lafontaine.
Grund für seine Entscheidung seien ausschliesslich «gesundheitliche Gründe», sie habe nichts mit den parteiinternen Diskussionen der vergangenen Wochen zu tun, sagte Lafontaine, der sich im Dezember einer Krebsoperation hatte unterziehen müssen, nach einer Vorstandssitzung der Partei in Berlin. Fraktionsvorsitzender im Saarland will Lafontaine aber bleiben.
«Herausragende Persönlichkeit»
«Der Krebs war ein Warnschuss, über den ich nicht hinweggehen kann», sagte Lafontaine weiter. Gewissheit darüber, ob er die Krankheit überwunden habe, könne er nicht in wenigen Wochen haben, sondern dazu seien Untersuchungen in längeren Zeitabständen nötig.
Der Fraktionschef der Linken im Bundestag in Berlin, Gregor Gysi, nannte die Entscheidung schmerzlich, aber respektabel. «Oskar Lafontaine war, bleibt und wird eine herausragende Persönlichkeit bleiben», sagte Gysi. Ohne Lafontaine hätte es die Linkspartei nicht gegeben, sagte er weiter.
Lafontaine, früherer SPD-Chef, Bundesfinanzminister und saarländischer Ministerpräsident führt die Linkspartei seit ihrer Gründung 2007. (sam/ddp)
Erstellt: 23.01.2010, 13:44 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



