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Lockerbie-Attentäter ist Kunde einer Schweizer Bank

Aktualisiert am 21.12.2009

Nun ist es offiziell: Der libysche Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi hat drei Millionen Franken auf einem Konto in der Schweiz. Ein Experte glaubt, das Geld stamme von der Regierung Libyens.

Gesucht: Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi bei seiner Freilassung im September. Beim Attentat starben über 250 Menschen.

Gesucht: Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi bei seiner Freilassung im September. Beim Attentat starben über 250 Menschen.
Bild: Reuters

Drei Millionen Franken liegen auf seinem Schweizer Konto: Abdel Basset al-Megrahi, der inzwischen aus der Haft entlassene Attentäter von Lockerbie. Dass es sich um eine «bedeutende Summe» handle, war schon im Jahr 2000 bekannt, als gegen ihn Anklage erhoben wurde. Nun haben die britischen Behörden die Existenz des Kontos offiziell bestätigt, wie die Zeitung «The Times» schreibt. Damals lieferte die Schweiz die Kontodaten an Grossbritannien aus. Als Beweismittel wurden die Gelder jedoch nicht zugelassen, da der Prozess bereits begonnen hatte.

Das wirft ein schräges Licht auf den Prozess. Ein ehemaliger hoher FBI-Beamter sagt gegenüber der Zeitung: «Die Tatsache, dass er Zugang zu diesem Geld haben könnte, gefällt mir gar nicht.» Er kann nicht verstehen, warum das Konto am Prozess nicht als Beweis zugelassen worden war. «Das hätte sicher seine Behauptungen abgeschwächt, er sei kein libyscher Agent.» Denn – so fragt er – wer anders als eine Regierung könne es sich leisten, ein solches Konto einzurichten. Paul McBride, ein führender schottischer Rechtsanwalt, sagt: «Der Mythos, al-Megrahi sei ein unbescholtener Bürger gewesen, der von Libyen für das Attentat geopfert wurde, ist Unsinn.»

Aus humanitären Gründen freigelassen

Der libysche Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi wurde am 20. August 2009 vorzeitig aus der lebenslangen Haft entlassen und kehrte in sein Heimatland zurück. Der schottische Justizminister Kenny MacAskill begründet die Entscheidung mit humanitären Gründen – der 57-Jährige leidet an Prostatakrebs im Endstadium. Bei dem Bombenanschlag auf eine Pan-Am-Maschine über der schottischen Ortschaft Lockerbie im Dezember 1988 waren 270 Menschen ums Leben gekommen. (cha)

Erstellt: 21.12.2009, 16:06 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.