«Macht euch auf noch mehr Bomben und Tote gefasst!»

In Tweets wird mit weiteren Anschlägen gedroht – nicht nur in Brüssel. Ob der IS selbst dahinter steckt, ist nicht sicher.

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Die belgische Hauptstadt kommt nach den Anschlägen vom Vormittag nicht zur Ruhe. Beim Spital Saint-Pierre ist laut dem Brüsseler Polizeisprecher Christian De Coninck am Nachmittag ein Bombenalarm eingegangen. Grund war eine Nachricht auf Twitter, die vor weiteren Attacken warnte. «Bringt die Opfer gar nicht erst ins Spital Saint-Pierre. Es gibt noch mehr Bomben», schrieb ein Mann mit dem Pseudonym «abo_omar_170». Auch in der freien Universität Brüssel seien mehrere Bomben platziert.

Die Drohung stellte sich als Fehlalarm heraus – Bomben wurden keine gefunden. Wie viel Wahrheit hinter solchen Drohungen steckt, ist also fraglich. Für die belgische Polizei war der Tweet aber Grund genug, das Spital mit Sprengstoffhunden zu durchsuchen. Derzeit ermittelt die Polizei die Identität des Twitteres. Das Profil wurde mittlerweile gelöscht. Ob er wirklich in Verbindung mit der Jihadistenmiliz Islamischer Staat steht, ist noch nicht klar.

Diese hat sich nach Angaben der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Amak inzwischen zu den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt bekannt. IS-Kämpfer hätten «eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt», hiess es in der entsprechenden Nachricht. Twitterer «abo_omar_170» drohte indes mit weiteren Anschlägen – nicht nur in Brüssel: «Macht euch auf noch mehr Bomben und Tote gefasst! Demnächst auch in Deutschland!»

Ein Hinweis darauf, dass man die Warnung ernst nehmen sollte, sind ähnliche Tweets, die von anderen IS-Sympathisanten veröffentlicht wurden. «Macht euch auf das nächste Feuerwerk ganz in eurer Nähe gefasst! #Deutschland», heisst es dort unter anderem.

(wig.)

Erstellt: 22.03.2016, 19:35 Uhr

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