Ausland

«Macht euch auf noch mehr Bomben und Tote gefasst!»

Aktualisiert am 22.03.2016 137 Kommentare

In Tweets wird mit weiteren Anschlägen gedroht – nicht nur in Brüssel. Ob der IS selbst dahinter steckt, ist nicht sicher.

1/90 Die belgische Verkehrsministerin Jacqueline Galant hat nach Vorwürfen an den Sicherheitsmassnahmen auf den Flughäfen ihren Rücktritt eingereicht. (15. April 2016)
Bild: AFP

   

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Die belgische Hauptstadt kommt nach den Anschlägen vom Vormittag nicht zur Ruhe. Beim Spital Saint-Pierre ist laut dem Brüsseler Polizeisprecher Christian De Coninck am Nachmittag ein Bombenalarm eingegangen. Grund war eine Nachricht auf Twitter, die vor weiteren Attacken warnte. «Bringt die Opfer gar nicht erst ins Spital Saint-Pierre. Es gibt noch mehr Bomben», schrieb ein Mann mit dem Pseudonym «abo_omar_170». Auch in der freien Universität Brüssel seien mehrere Bomben platziert.

Die Drohung stellte sich als Fehlalarm heraus – Bomben wurden keine gefunden. Wie viel Wahrheit hinter solchen Drohungen steckt, ist also fraglich. Für die belgische Polizei war der Tweet aber Grund genug, das Spital mit Sprengstoffhunden zu durchsuchen. Derzeit ermittelt die Polizei die Identität des Twitteres. Das Profil wurde mittlerweile gelöscht. Ob er wirklich in Verbindung mit der Jihadistenmiliz Islamischer Staat steht, ist noch nicht klar.

Diese hat sich nach Angaben der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Amak inzwischen zu den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt bekannt. IS-Kämpfer hätten «eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt», hiess es in der entsprechenden Nachricht. Twitterer «abo_omar_170» drohte indes mit weiteren Anschlägen – nicht nur in Brüssel: «Macht euch auf noch mehr Bomben und Tote gefasst! Demnächst auch in Deutschland!»

Ein Hinweis darauf, dass man die Warnung ernst nehmen sollte, sind ähnliche Tweets, die von anderen IS-Sympathisanten veröffentlicht wurden. «Macht euch auf das nächste Feuerwerk ganz in eurer Nähe gefasst! #Deutschland», heisst es dort unter anderem.

(wig.)

Erstellt: 22.03.2016, 19:35 Uhr

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137 Kommentare

Jean Roth

22.03.2016, 20:49 Uhr
Melden 309 Empfehlung 9

Die grossartigen Fehlentscheidungen der belg. Politiker kommen jetzt grässlich zum Vorschein. Die Terrorhauptstadt Europas duldet in div. Quartieren Islamanhänger und Djihadisten so zu leben "wie sie wollen"! Da gibts gesetzfreie Zonen (wie in Frankreich) wo sich nie ein Polizist verirrt. Da herrschen Islamisten, Drogendealer und andere Verbrecher und die Politiker wissen und stehen jetzt als Versager da, die nichts dem Terror entgegenzusetzen haben ausser Geschwätz und nochmals leeres Geschwätz. Schwerverbrecher leben über Monate in nächster Nähe des Stadtzentrums und was tut die Polizei ?? Nichts, keine Häuser werden durchkämmt, keine Häuserblocks (in diesen rechtsfreien Zonen) werden kontrolliert, nichts und nochmal nichts - und dann wundern wir uns! Antworten


Sarah Lanz

22.03.2016, 22:24 Uhr
Melden 317 Empfehlung 19

Ich bin dezidiert dagegen noch mehr Muslime in der Schweiz zu integrieren. Wenn Frau Merkel das in D so will, ist ihr einfach nicht zu helfen. Je weniger frustierte, alleinstehende islamische junge Männer hier sind desto kleiner das Risiko. Das gilt auch für Flüchtlinge. Schon in Biel ist mir die Konzentration dieser Leute eindeutig zu hoch. Antworten