Ausland
Menschenrechtsgericht verurteilt Grossbritannien
Die Praxis stelle eine «unverhältnismässige Beeinträchtigung» des Privatlebens dar. Diese sei in einer demokratischen Gesellschaft nicht notwendig, urteilten die Strassburger Richter am Donnerstag einstimmig. Grossbritannien ist der einzige Staat Europas, in dem die unbegrenzte Speicherung von DNA-Profilen bereits bei Verdacht auf Gesetzesverstösse erlaubt ist.
Die Klage vor dem Strassburger Gerichtshof war von zwei Briten eingereicht worden, deren DNA und Fingerabdrücke trotz fehlender Verurteilung nicht aus den Datenbanken der Polizei gelöscht wurden. Ein damals Elfjähriger war vom Verdacht auf Diebstahl freigesprochen worden.
Ein Verfahren wegen Belästigung seiner Lebensgefährtin gegen den zweiten Kläger war ohne Urteil eingestellt worden. Dennoch weigerten sich die Behörden in beiden Fällen, die registrierten Daten zu löschen.
Die britische Innenministerin Jacqui Smith äusserte sich «enttäuscht» über die Entscheidung der Strassburger Richter. Die DNA-Profile sowie die Fingerabdrücke seien grundlegend für die Verbrechensbekämpfung. Die gängige Praxis werde nicht geändert, solange die britische Regierung das Urteil des Gerichtshofs prüfe. (sam/sda)
Erstellt: 04.12.2008, 17:04 Uhr
Ausland
- 11:17Plant Berlusconi einen Anlauf mit neuer Partei?
- 06:36Mob wirft Steine auf Präsidentschaftskandidaten
- 06:23Unterstützte der Bieler Gymnasiast eine Terrorgruppe?
- 23:08Grosser Andrang vor ägyptischen Wahllokalen
- 21:28«Dieses Ungleichgewicht zerstört die Europäische Union»
- 19:31Weil er die Spur zu Osama bin Laden legte: Arzt muss ins Gefängnis
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




