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Mohammed-Karikaturist rüstet auf
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Kurt Westergaard ist letzte Woche nur kurz in sein Haus im dänischen Arhus zurückgekehrt, um einige Dinge zu holen, die er zum Arbeiten braucht. Noch sind die Spuren des Anschlags auf ihn nicht verwischt, wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» schreibt. Am Neujahrstag war ein junger Muslim aus Somalia in Westergaards Haus eingebrochen und hatte versucht, ihn umzubringen. Seitdem lebt der Mohammed-Karikaturist an einem unbekannten Ort. Er hat allerdings nicht im Sinn, auf Dauer unterzutauchen. «Ich werde mich nicht verstecken», sagt er.
Seitdem die Zeitung «Jyllands-Posten» vor vier Jahren Westergaards Mohammed-Karikatur veröffentlicht hatte, ist nichts mehr wie es war. Westergaard hat Dutzende Drohanrufe erhalten. 2008 wurden drei Personen verhaftet, die einen Mordanschlag auf ihn verüben wollten. Doch nach dem 1. Januar wurden die Drohungen beinahe tödlicher Ernst. Er und seine Frau werden den Rest ihres Lebens mit drei Polizisten teilen müssen, die ihn rund um die Uhr beschützen. Damit droht im das gleiche Schicksal, wie dem Schriftsteller Salman Rushdie.
Aus dem Heim wird eine Festung
Der 74-jährige Däne hat sich geschworen, nicht aufzugeben. Vielmehr soll sein Haus zur Festung ausgebaut werden: Handwerker installieren im Bad, wo sich Westergaard im Notfall verbarrikadieren kann, eine Stahltür. Eine Alarmanlage wird das Haus zusätzlich absichern. Und damit potenzielle Angreifer nicht zu nahe an Westergaard herankommen, wird den Polizisten, die ihn beschützen, ein ständiger Pavillon im Garten gebaut. Ganz wohl ist Westergaard aber trotz der Sicherheitsmassnahmen nicht: «Es ist einfach absurd, dass man im eigenen Haus, im eigenen Land um sein Leben fürchten muss, wenn man als Karikaturist eine Meinung hat, die anderen nicht passt», sagt er dem «Spiegel».
Der Schriftsteller Rushdie lebt bis heute in ständiger Angst vor Mordanschlägen, und das seit über 20 Jahren. Als 1989 seine «Satanischen Verse» erschienen, erliess der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini einen Mordaufruf – eine Fatwa – gegen den Schriftsteller, weil er in seinem Werk angeblich den Islam beleidigt. Darauf musste Rushdie für zehn Jahre untertauchen. In der Öffentlichkeit trat er nur selten unter extremen Sicherheitsvorkehrungen oder als Überraschungsgast auf. Mit der Zeit getraute sich Rushdie langsam wieder an die Öffentlichkeit. Bis an sein Lebensende wird er sich jedoch nicht mehr sicher fühlen – genau so wie Westergaard. (cha)
Erstellt: 18.01.2010, 14:45 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




