Ausland
Münchner Oktoberfest ist «die grösste offene Drogenszene»
Aktualisiert am 21.08.2009 2 Kommentare
Grüne ohne Blatt vor dem Mund: Claudia Roth im 10. Mai auf dem Parteitag vom Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. (Bild: Keystone)
In einem Interview, das auf der Webseite www.derstandard.at erschien, äusserte sich die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen auch zu «weichen Drogen». Nach ihrer Meinung ist eine Liberalisierung dringend notwendig – «Gerade in einem Land, in dem in den kommenden Wochen die grösste offene Drogenszene der Welt, nämlich das Münchener Oktoberfest, stattfindet»
Die Reaktion auf die Äusserung der Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen liessen nicht lange auf sich warten. «Was ist das für ein Blödsinn», zitierte die Münchner «Abendzeitung» den Stadtrat Helmut Schmid, «das ist keine Drogenszene». Bier, als Mass und in Massen genossen, sei in Bayern «von altersher ein Volksnahrung».
Natürlich konnte sich auch der «Wiesn»-Chef eine Replik nicht verkneifen: «Eine Drogenszene sehe ich dort nicht», erklärte der Münchner Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, «dass auf dem Oktoberfest Bier getrunken wird, ist bekannt und nicht verwerflich». Ein Umstand, der der Bayerin Roth freilich bekannt sein dürfte: Sie wurde nicht erst einmal auf dem Festplatz mit einer Mass gesichtet. (raa)
Erstellt: 21.08.2009, 16:33 Uhr
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2 Kommentare
Alkohol ist eine der härtesten und schmutzigsten Drogen überhaupt. Ich kenne Menschen, die jeden Tag eine 7 dl Flasche Rotwein leeren, und wenn man sie darauf anspricht, reagieren sie empört. "Ich bin Weinkenner und Weinliebhaber, ich habe doch kein Alkoholproblem." Liebe Tagi-Leser, könnt ihr 3 Monate komplett auf Alkohol verzichten? Wenn nicht, habt ihr ein Problem. Ein grosses Problem. Antworten
Frau Roth in Grün hat Recht: Eine Droge bemisst sich zu allerst an Ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper und nicht an deren kultureller Akzeptanz. Bier(-Seeligkeit) mag in Bayern Tradition haben, leider aber auch die Auffassung, dass man sich damit der Verantwortung für sein Tun (insbesondere im Strassenverkehr, mit prominenten Beispielen unter Politikern) entziehen kann.Ein schwarzes Kapitel. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




