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Nacktscanner: Gesundheitsbedenken bei Politikern

Aktualisiert am 23.10.2008

Vor einem Einsatz müsse die EU-Kommission mögliche Auswirkungen der Geräte auf die Gesundheit und auf Persönlichkeitsrechte prüfen fordern EU-Parlamentarier.

Der Scanner, der Ähnlichkeit mit einer Telefonzelle aufweist, erstellt mittels elektromagnetischer Strahlen ein dreidimensionales «Nacktbild» des Passagiers. Dabei werden die Körperumrisse des Reisenden durch die Kleider hindurch sichtbar - in den Augen der Kontrolleure ist der Reisende praktisch nackt. Erfasst werden aber auch sämtliche Gegenstände, die eine Person auf sich trägt. So lassen sich auf den Bildern nicht nur versteckte Waffen erkennen, sondern auch, ob der Passagier ein Kunststoffmesser oder Plastiksprengstoff auf sich trägt.

EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani will die umstrittenen Geräte auf die Liste der an Flughäfen erlaubten Sicherheitsvorkehrungen setzen. Tajani ist der Auffassung, dass die Scanner den Reisenden sogar Vorteile bringen könnten: «Sie können Passagieren erleichtern, weil sie die Wartezeit reduzieren und Leibesvisitationen ersetzen können», sagte Kommissionssprecher Jens Mester.

Auch in der Schweiz geplant

Auch in der Schweiz sollen die Scanner eingesetzt werden. In den nächsten Wochen wird am Zürcher Flughafen versuchsweise ein solches High-Tech-Gerät getestet. (cpm/sda/ap)

Erstellt: 23.10.2008, 14:39 Uhr

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