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Neue Vorwürfe gegen Ex-Wulff-Sprecher Glaeseker

Aktualisiert am 21.01.2012 1 Kommentar

Olaf Glaesker, der ehemalige Sprecher von Christian Wulff, soll von einem befreundeten Partyveranstalter mehrere Gratisflüge erhalten haben. Brisant: Zu diesem Zeitpunkt war er bereits für Wulff tätig.

Seit Wochen in der Kritik: Christian Wulff (r.) und sein einstiger Sprecher Olaf Glaesker (l.).

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Die Affäre Wulff

Die Affäre Wulff
Der deutsche Bundespräsident gerät immer mehr in Bedrängnis. Die Protagonisten in der Kredit- und Presse-Affäre Wulff.

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Der ehemalige Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat von seinen Beziehung zu dem in Zug wohnenden Partyveranstalter Manfred Schmidt offenbar stärker profitiert als bislang bekannt.

Wie die Zeitung «Bild am Sonntag» vorab berichtet, erhielt Glaeseker neben Gratis-Urlauben von Schmidt auch Gratisflüge. Allein im vergangenen Jahr soll Glaeseker in mindestens fünf Fällen umsonst geflogen sein, darunter in die Türkei und nach Mallorca.

Räumlichkeiten durchsucht

Dafür habe er Schmidts VIP-Karte von Air Berlin benutzt, schreibt das Blatt. Zu diesem Zeitpunkt war Glaeseker bereits im Bundespräsidialamt für Wulff tätig.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Glaeseker und Schmidt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung. Am Donnerstag hatte die Polizei bei ihnen Privat- und Geschäftsräume durchsucht.

«Wulff ist ein Lügner»

Der Grünen-Fraktionschef in niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, fordert Bundespräsident Christian Wulff zum Rücktritt auf. «Wulff ist ein Lügner, und er sollte seinen Hut nehmen, bevor er Recht und Gesetz und Anstand noch mehr in den Dreck zieht», sagte Wenzel am Samstag im Deutschlandfunk.

Vor dem Hintergrund der Affäre um den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten sagte Wenzel, die Grünen wollten Einsicht in Akten nehmen und den Landesrechnungshof mit einer Sonderprüfung der Nord LB beauftragen. «Wir schliessen aber nicht aus, dass wir im Februar zu einem Untersuchungsausschuss kommen, wenn diese kurzfristig wirksamen Instrumente nicht greifen» fügte er hinzu. Wahrscheinlich werde das unabdingbar sein. (kpn/sda)

Erstellt: 21.01.2012, 09:27 Uhr

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1 Kommentar

Sacha Meier

21.01.2012, 16:33 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die Deutschen sollten ihren Wulff im Schafspelz samt seiner Entourage endlich in Ruhe lassen. Die betreiben doch bloss Alltags-Korruption - das Normalste der Welt für jeden erfolgreichen westlichen Politiker. Wären diese moralin-triefenden Diskussion vom Tisch, könnten sich nämlich alle Politiker wieder ihren eigentlichen Aufgaben zuwenden; ihre Lobbyisten noch reicher und uns ärmer zu machen. Antworten



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