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Neues Dokument belastet Minister Woerth

Am Montagabend hatte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy seinen umstrittenen Arbeitsminister Eric Woerth als «zutiefst ehrenhafter Mann» verteidigt. Dann aber tauchte ein neues Schreiben auf.

Neue Sorgen: Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth.

Neue Sorgen: Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth.
Bild: Reuters

Der «Nouvelle Observateur» veröffentlichte am Dienstag, wenige Stunden nach Sarkozys Interview auf France 2, ein Schreiben von Vermögensverwalter Patrice de Maistre an seinen Chef, den Milliardär André Bettencourt. Darin ist von mehreren Beträgen die Rede, die an Eric Woerth und an die Sarkozy-Partei UMP überwiesen werden sollen. Insgesamt geht es um einen Betrag von 30'000 Euro. Erlaubt ist von Privatpersonen jedoch nur eine Parteispende in der Höhe von 7500 Euro.

In einem Interview für den staatlichen Fernsehsender France 2 versuchte Sarkozy am Montagabend, den Vorwurf illegaler Parteispenden zu entkräften. Die Anschuldigungen gegen ihn und insbesondere Arbeitsminister Woerth seien «Verleumdung» und «Zeitverschwendung». Woerth sei «ein zutiefst ehrenhafter Mann». Woerth werde jetzt kritisiert, weil er bis Herbst die Rentenreform der Regierung durchsetzen solle, gab Sarkozy zur Begründung für die Affären an. Um sich «voll und ganz» auf die Reform konzentrieren zu können, habe er Woerth aber geraten, die Funktion des Schatzmeisters der Regierungspartei UMP abzugeben.

Diesem Rat ging Woerth nach: Er gab am Dienstag sein Amt als Schatzmeister der Regierungspartei UMP auf. «Ja, ich werde es tun», sagte Woerth nach einer Kabinettssitzung zu Journalisten. Er entsprach damit dem Wunsch des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der aber weiter an seinem Arbeitsminister festhalten will. Woerths Rücktritt wird laut der französischen Tageszeitung «Le Figaro» am 30. Juli wirksam.

Erstellt: 14.07.2010, 08:50 Uhr

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6 Kommentare

lucius mayer

14.07.2010, 19:47 Uhr
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Sarkozy und Woerth gehören, wie viele anderen Politikerinnen und Politiker, zur «ehrenwerten Gesellschaft». Wer ihnen Glauben schenkt, ist selbst schuld. Antworten


Toni Gysin

14.07.2010, 12:01 Uhr
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Woran erkennt man (fast) alle Politiker? Sie geben nur soviel zu, wie man ihnen nachweisen kann. Antworten


Herbert Waser

14.07.2010, 11:08 Uhr
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Herr ist Worth ist genauso ehrenwert wie Herr Sarkozy. Vielleicht verstehen diese Herren unter ehrenwert einfach etwas ganz anderes als die französischen Staatsbürger. Antworten


hans nötig

14.07.2010, 10:56 Uhr
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Sarkozy ist eben auch ein "zutiefst ehrenwerter Mann" Herr Roduner ;) Antworten


Reto Senn

14.07.2010, 10:37 Uhr
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@ Roduner Ja! Wäre alles sauber, wäre Woerth nie und nimmer so schnell zurückgetreten. Bezeichnend, dass ausgerechnet Hr. Woerth am lautesten gegen die unehrenhaften Schweizer mit ihrem Bankgeheimnis wetterte. Betrüblich, dass all die sich auf Ehre und Anstand berufenden Leute zurücktreten müssen - von den Präsidenten des WJC (Hinterschlagung) über Woerth oder Fagen (Betrug)...Sagt doch einiges! Antworten


Emil Roduner

14.07.2010, 09:55 Uhr
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Wenn Herr Woerth ein "zutiefst ehrenwerter Mann" ist, wie Sakozy sagt, warum empfiehlt er ihm dann den Rücktritt als Schatzmeister der Partei? Da stimmt doch etwas nicht! Antworten



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